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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischen Herolds ander Theil, oder, Zuverlässige Beschreibung derer europäisch-christlichen Königreichen, freyen Staaten und Fürstenthümer
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von dem Königreiche Franckreich.

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ren zu viertel-fahren abwechseln/ und bestehetihre gagein 680 p funden.

Die compagnie der: leichten pferde beste-het ebenfalls aus 240 mann/welche viertel-jahr-weisedicnste thun/und täglich zo souszur gagehaben: über diest beyde compagnien aber istder KonigselbstenCapitaine.

Das Frantzöische reginrent des Gardeszu sirß hält zo compagnien / nebst zwey com-pagnien grenadiers / derer iede in iro gemei-nen und 4 sergeanten/ ohne dieOber-ossiciers/bestehet. Dieses und das Schweiher - regi-ment verstehet die wache der thüren und ;u-gänge ausserhalb der schlösset'/wo der Königresidiret/und haben die Frantzosen jederzeit dierechte hand/wenn sie mit den Schweißern dien-ste thun.

Jehtgedachtes regiment der Schwerer-Garde bestehet aus ir compagnien. AlleOsslciers und gemeinen dieser beyden regimen-ter müssen sich von dem thor oder dcrausszug-brücke an in zwey reihen stellen/nemlich dieFranhosen zur rechten/ und die Schweißer zurlmcken/ wenn der König vorbey pallixet. DerjenigeCapitaine von beyden regimentern/wel-cher die wache hat/ oder in dessen abwestnheiteiner von seinen Officiers/ mutz alle abend dievrdre oder die Parole vom Könige holen / unddes nachts begiebt sich die mannschafft/ so vondiesen regimentern auffder wache ist/ in ihreCorps de Garde.

Weiter seynd zwey compagnien reitenderwusqvetirer. Die von der ersten compa-gnie wurden vormahls grands mousqvetairesgenannt/ und bestehet iede compagnie in rsc>mann oder mehr/ angesehen sie keine bestimm-te anzahl haben. Jeder hat täglich 40 souszur gage/und ist der König über beyde compa-gnien selbst Capitaine/ deren die eine compa-gnie mu schimmeln/die andere aber mit rappenversehen ist.

Die hundert oi-ilm.iiren Edelleute desköniglichen Hauses/ insgemein Becs de Cor-bin genannt / seynd vor alters zur sichern undansehnlichen leib-wache geftifftet worden. An-fangs waren ihrer nur hundert an der zahl/worauffnoch hundert dazu gethan worden/undtzb sie schon seither der regierung vieler Königerc>o mann starck gewesen/ so haben sie doch je-derzeit ihren alten nahmen bchalten/und werdendie hundert Edelleute genennet. Sie mae-chiren ie zwey und zwey bey folennitäten vordem Könige her/ und tragen nebst demdegenan der seite den bec de corbin oder faucon/welches eine art Hellebarten ist/ in der Hand; ineiner schlacht aber bleiben sie stets bey der Per-son des Königs.

<k«Mu«s Hierüber sind nun noch viel geist-und»»schiede- weltliche hof-bediente/als dieAllmosenirer/mrhss-üm- ^p^eltäne/ Beichk-väter und andere ge-meine Geistliche des Königlichen Hauses. Diegemeine bedienten bey den sieben hofam-rern/ der Groß-Marschall des Logis/dieMarschallen und Fourirer des Logis / derCapitaine des Guides, Der Hof-richter/prevoc de l' Hotel/ und Grand prevot deFrance genannt/ und die zuin Lönigl. Hof-gerichte gehörigen Mellöre;, neben-undnachgeordnete/derGroßLeremontemMei-

ster/ und sein gehülffe/ die inti-oäuölorez derAmbassadeurs. Die Ober-aufssehere derköniglichen gebaude und Häuser/derenCapitaine und andere bedienten. Die 8cers-tsrien des königlichen hauses/un d dieRent-und Schatzmeister /welche die bedienten be-zahlen. Zu des Königs ckvertissemsmen sindbestellet der Groß-Iägrrmeister/ der Groß-Wolss-oder Forstmeister / sammt einer grosssen anzahl bedienten. Weiter gehören auchzum Hofe/ die hof-kauffleute/ künstler und Hand-werckere.

Seither da die Könige die hohenNeichs-am-DkeNrar,ker eines Connetable/welcher die ober-äiwÄ^M"evo»on über dieStaats-undkriegs-affairen hatte/NmgÄund von denen übrigen KiimMis das wortMonseigneur bekam / auch über alle^mittrsr^ungeachtet auch der Cardinals-würde/ dascommsnäo führete/und des Colonel-Generalsüber die Infanterie in Franckreich unterdrückhaben / so verstehet der älteste Marschall vonFranckreich deren lunÄwn in denen meistenstücken. Bey der Minderjährigkeit des jetzi-gen Königs hat man den -Hcrhog von Orleanszum General -Lieutenant der Cron gemacht/welcher dessen-allerhöchste person durch ganßFranckreich re^Llemiret / und in der that diecharge eines Groß-Connetable versehen.

Die Marschallen clepenäiren allein von desKönigs allerhöchsten person / dero sie auch diePflicht leisten; vorzeiten waren ihrer nur zween/die Vielheit der geschaffte und Vergrößerungdes kriegs-Staats aber hat diese anzahl er-höhet/ also daß ihrer A. 1677 auff einmahl!s waren. Als der König Dir. Türmne todkvernommen/und demPrinhen von Conde imEsssaß/ dem Duc deLuxembourg aber in Flan-dern das commando übergeben hatte/ ernennteer noch selbigen tages 8 Marschallen vonFranckreich/ als den Comte d'Estrades/ Comrede Schomberg/ Duc de Luxembourg/Mr. deNavaikles/ de Nocheforr/ Duras / laFueilla-de/ und Mr. de Vivonne; zu bezeigen/ daß erkeinen Mangelan hohenOffrcirern habe/und sol-len diese ihren rang nach derzeit nehmen/ wie ei-ner nach dem andern General-Lieutenant wor-den. Bey denen Königl. Armeen sind dieGens d' Armes und die leichten rcuter. Un-ter diesen trouppen ist auch eine compagnie dercurassrer/ welche Schotten sind / die hiebevorder Hertzogvon Jorck commandiret hat. DieKönigin/und Königlichen kinder/wie auch diePrintzen vom geblüte/ und die Marschallenvon Franckreich haben auch ihre compagnienbey den curassirern; Nicht weniger auch bey derleichten reuterey.

Wann man in bataille gehet / werden 5biß 6/ auch wol weniger regimenter von ca-valleriezu einer Brigade geschlagen/ welcheein alter Mestre de Camp unter der qualitäteines Brigadiers commandiret. Jedes re-giment zu pferde hat ungefehr rr compagnien/und werden dieselben nach ihrem Mestre deCamp genennet. An dragonern waren hie-bevor nur 2 regimenter / im nechsten und vor-hergehenden kriege aber sind deren mehr wor-den. Die regimenter zu fuß / ausser derenGardes / werden abgetheilet in die vieuxCorps/oder alten/welche die nahmen der vor-G z nehmsten