von dem Königreiche Frankreich. 7Z
deve/ Use; / St-Pons de Tomiers und Alet.hierzu rechnen die Franhosen auch noch dasBischoffthum von Heine oder Perpignan/ unddas zu Urgel in Roußillon / wie auch das zuAlais. 16) Unter den Ery - Bischofs vonToulouse die Bischöffe von Pamiers/ Mon-tauban/Mirepoix/Lavaur/Rieux/ Lombes undSt.Papoul. i?) Unter den Ery-BischoffzuAtv die Bischöffe von 2 lpt/ Ries/Frejus/ Gap/und Cisteron. i8) Unter den Erg . Bischofszu Ambrun die Bischöffe von Digne/ Grace/Vence/Glandeve/Senesunddkice/ dessen no-rningtlvn dem Duc de Savoye zustehet. DieBisthümer zu Metz/ Toul undVerdun anlan-gende/so gehören sie sonstzu dem Ertz-stifftTrier/welches doch wegen abgang des KönigreichsArelat und dessen lspsrstion vom Röm. Reichezur Cron nicht mehr gehöret. Das BisthumStraßburg aber wird noch zum Ertz - stifftMaynh gerechnet/und läßt der König den nOnoniciz, wenn ein neuer Bischoffoder Loschu-tor zu erwehlen/ eben die freyheit / welche ihnenkrafft des Loocorllsti Lei-msmci zustehet. Insumma/Franckreich hat !8Ertz-undi22 Biß-thümer / über sechfkhalb hundert Ab-reyen / und eine unzehlbare menge derkiöffer/pfarr-klrchen und capellen. Fer-ner ist A. 1674 in America in Neu - Franckreichdas Bischoffthum Quebec gestiffret worden.Die Prälaten haben alle den titul/ als kö-niglichen Räthe/ Conseillers d'Etatundprive/ ob sie wohl nicht ordentliche ieüioncs ha-ben/ sondern aufexprecken befehl nur im rathe er-scheinen. Ihre clenominsrion gehöret allein demKönige zu ohne wähl der Capitul. Sie leistendem Könige die Huldigung/ und halten alle s jährihre Versammlungen / darbey sie auch von deslandes anliegen/zumahl von verwilligung neuerauflagen/ handeln. Und wollen einige vorge-ben/die einkünfste derLlerisey erstreckten sichauf 104 Millionen und 522202 reichs -thalerjahr-renren/wiewohl andere diese rechnung vorallzu hoch und unglaublich halten; zumahl dader obcrzehlten Ertz - Bischöffe und Bischöffejährliche revenuen zusammen noch nicht 4 Millio-nen livres betragen sollen. Indessen muß dieseCleristy/wie gemeldet/dem König eben sowohlals andere Unterthanen comribuiren.
Dst Groß- Am Königreiche befinden sich auch dieGross
Maltha. kriorn von Mnlthn / als der Grand Prieurde France/ der zu St. Gilles/der von Champa-gne/ der von Aqvitaine/ der von Auvcrgne/samt den Chevaliers und Commendatoren/wel-che sämtlich in dem Corpore der Clcrisey be-griffen sind. So gehören auch darzu verschie-dene titulstur-preisten, deren bencücis in psr-tibu; inüöclium sind.
p'-E-m Die religion / so durch gantz Franckreich
reich nunmehro allein geduldet wird/ ist die Römisch.
«Katholische/ welche nach Verfassung derFran-höischen kirchen- agenda in kirchen und schulengelehretwird. Dem Apostolischen stuhle gestehetman nur alsdenn erst eine vollkommene gewalt/wann die aufdem Loncilio zuCostnitz gemachte/und durch die oblervsnr bekräfftigte o-crets vonder autoritär der General-Lonol-en zugleich beyihrer krafft bleiben z dahero das ConciliumIriäentinum niemahls anders/ als wieweites des Königs würde und der FrantzöischenZweyte Haupt-Handlung.
kirchen convenienr leiden kan/ angenommenworden. Die Jesuiten haben durch ihre losepraAiguen es im vorigen töculo dahin gebracht/daß man sie ausgeschaffet; Seither A. 162zaber sind sie unter gewissen bedingungen undrettnÄion der sonst anderswo habenden Privi-legien wieder eingenommen worden. Diereformirte religion hat ihren Ursprung umer.der regierung RönigFranyensi genommen/Mnmreu-und in den größten Verfolgungen Röntg Hen-si°n einfuhr,richs n und seiner nachfahrer sich dermassm NZuns?ausgebreitet/ und bey grossen Fürsten undStanden der Cron so starcken bcyfallund schuhgefunden/ daß keine menschliche gewalt undhärte der strafen zulänglich gewesen/ selbigeganh auszutilgen ; Wie denn die so genann-te heilige Liga und der blutige eyfer der Gui-sischen parthie zu wenig gewesen seyn/ dasWachsthum der religion zu hemmen. Dadurchist Franckreich in L-eiiones und innerliche schwe-re kriege verfallen/ und hat zu einem beständi-gen ruhestande eher nicht gelangen können/ bißendlich Rönig Henrich IV/ ob er wohl vor-mahls reformirt gewesen/ und nunzurCatho-lischen religion getreten war/ denen Hugonot-ten (wie man die Reformirten schimpflich ge-nannt) die freyheit der religion bekräfftiget/ih-nen verschiedene städte/ darunter Rochelle diemächtigste war/zur Versicherung eingeraumet/unddasNeich in vollkomene ruhe gesehet/auch seinenStaat dadurch nicht wenig befestiget. Dennnach dem R. Henrich lV mit dem-HerßogevonMayenne/als dem damahligen Haupte des sogenannten heiligen bundes/ in dem jähr Christi^596 frieden gemachr/ giengen seine meisten sor-gen dahin / wie er sein ganhes reich fortan infester und beständiger ruhe besitzen und erhaltenMöchte.
Nun um diesen zweck zu erlangen/ muste erdrey partheyen/ so damahls in dem Königreichwaren / befriedigen: Die Ligisten/ oder glie-der des Heiligen bundes / die Catholischen undsonderlich ihre Geistlichkeit Kvie auch die Ncsor-mirten. Die meisten vomden ersten sahen mitihrem grossen Unwillen den Konig auff seinemstuhl. Die andern wollen nicht leiden / daß'in dem lande eine andere als die Römische leh-re geprediget/ noch die/ welche einen neuenglauben hatten / den übrigen Unterthanen desKönigs in allem gleich gehalten würden. Diedritten hingegen begehrten eyferigst erlaubnißihren GQttes-dienst öffentlich/ frey und unge-hindert zu verrichten sammt allen denen srey-heiten und rechten/ deren die übrigen Frantzo-sen genossen. Der ersten gemüther suchte derKönig durch wohlthaten zu gewinnen / sogar/ daß seine alten getreuen diener ver-meinten/ er erzeige den feinden so viel gu-tes/ daß er für seine freunde nichts übrigesbehalte. Den anderen / nehmlich der Catho-lischen Geiftligkeit/ und denen welche voneinem geist getrieben waren/ verhieß der Kö-nig/ er wolte sich in allem als einen recht Ca-tholischen König erweisen/ und das auffneh-men der Römischen kirchen bestermassen hclf-fen befördern: führete ihnen beyneben zu ge-müthe das vorige erbärmliche elend/ in wel-ches Franckreich gesehet worden von denen/sonur einen glauben darinn haben wollen. UndK die