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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
dem Grossen sich alliiret. Weil aber die unionausdem bedinge mit ruhete/ daß/^ wenn jenerohne leibes-erben abgehen würde / dahinalle appareny war/ dieFrancken die Go-thische provinyien erben solten/so warendie Unterthanen derselben nicht darmit zufrie-den/ sondern beschützten sich mehr wider diese ge-fährliche nachbarn / als gegen die Saracenen;von welchen sie nicht so viel zu befürchten hat-ten.
Was Masse» Alfonsi Nachfolger R-Zmirus «liffutirte denauskrcib'm^^uris den jungfern-tribut aufbessere art/nem-ver Barbar« lich mit dem degen/ und machte sich und die Na-oemachtwop^on nicht nur frey / sondern concjusliirte auchnoch land und leute. Die Spanischen Königesahen ihrer convemenrs zu seyn/zuzulassen/ daßsich auch andere Printzen derer in deröarbari-schen Handen stehender lande bemächtigten.Gestalt denn durch diese freylassung der Loruzue-sten/ncbst demKönigreicheOviedo/dessen Haupt-sitz nachcr Leon trsnsferiret worden/ viel kleineKönigreiche entstanden.
Ursache der Osrüas 8emenus oder lnnicus richtete in Na-mn Kömg- varra ein neues Reich an: Desgleichen kamenreiche IN die Grafen von Katalonien und Arragoni-Spanie». empor. Die Grafen von Alt-Castilien wol-len A.96) ihr besonders Reich haben / und sichvon der königlichen regicrung zu Leontrennen / wodurch Spanien getheilet/ und dieMaurer gestärcket/ auch zu feindlichen einfallengereitzet wurden. Dieses kam den Spaniernwieder zu statten / daß eine zeit hernach dieMaurer eben dergleichen anstoß und Uneinig-keit unter sich empfunden/ dadurch ihr Reichin viele kleine stücke zerrissen wurde.,K.Sanctius Und wandte sich hcrgegen das blätlein insÄm einige Spanien um: denn SsMius, Bönig von Na-zusammen, varra/ brachte theils durch erbschafft/ theilsdurch Heeres - macht/ und daraufferfolgte pactadie Bomgreiche Leon/ Navarra und La-stilien Zusammen. Hätte 8->nüius I^ajor,welchen das glücke dieser Union der Reiche be-troffen/ von der getheilten macht der Barba-ten besser prokeiret/ den schaden/ welchen seineReichs-vorfahren aus zereintzclung der landeempfunden/klüglich erwogen/ und die weitereRcichs-sonderung abgestellet/ so hätte man mitden Maurern mit leichter mühe fertig werdenkönnen. Allein diese wahre poluicg verstun-NacMeil . de er nicht/sondern sturtzte das Reich durchchm tiMun-^le theilung unter seine vier Herren söhnegen der Kö- in grosse ohmacht. Garsias solte Navar-mgrekchr. und Biscaya; Ferdinand Lastrlien; Gon-salvo Suprarbe und Ripagorza : kamirusderunachte aberArragonien/ieder en souve-rain und mit Königl-titul besitzen. Die brü-derliche kriege und andere daher erwachsendeinnerliche Unruhen habenSpanien grosse schwä-chung und ruin zugezogen. Die hernach fol-gende weitere theilungen setzten die Potent; derNation noch tiefer herab. Weil es allhicrzn weitläufftig/ die traurige ess-Len der inner-lichen Haltungen / welche sich durch etliche L-cula auffdem thcatro von Spanien begeben/zuerzchlcn/und die cinhelen con^ueken, welchedieser oder jener König von denen ktZuriz ge-machet/ samt denen Niederlagen und siegen an-zuführen; so wird genug seyn zu bemercken/daßdie hexrath Zwischen Bönig Ferdinanden
in Arragonien/itatholicus genannt/ und der K. FerdftJnfanrin in Caftilien Isabellen/ als einerschwester und erbin Bönig Heinrichs dieSpanisch»
IV inLastilicn/ der A.I474 ohne leibes-erben
vcrstorben / die Spanische Bönigreiche durch hey-unter eine Lrone gebracht/ und solche;u ei-E°">^ner so hohen macht und glücke erhaben/daßhernach gantz Europa darüber jaloux worden.'Innerlich befestigte er seinen Staat durch dasSpanische Corpus sui is, so man leZes Isurinennet: Und seiner mtention nach/ durch dieangeordnete schärfte inguilitiones wider Jude»und Mauren/deren 170202 familien aus demReiche vertrieben wurden. Hauptsächlich abervermittelst ganylicher niederwerssung desMauritanischen regiinents in Spanien/welches bey 702 jähren hieselbst'gestandenhatte. Nicht weniger vermehrte er die Reichs-gräntzen äuserlich durch conguettirung vielesimport-uten Plätze auff der barbarischen kä-ste/ ingleichen durch entdeckung und eroberungAmerica und vieler reichenInsülen. Dennim jähr 149z ertheilte Pabst Alexander vi derCron Spanien das recht und freyheit/ die voncliMopboroLoiuinbo in der neuen Welt entdeck-te Jnsulen und festes land'einzunehmen/ unddieeinwohner Mi Catholischen^glaubenzu be-kehren: gestalt er denn aus Päpstlicher machteine linie von dem Nord-Pol zum Süd-Polsetzete; also daß/was Columburund andereSpanische conguerauten gegen abend oder mit-tag auff 122 meilen/von den Sperber-Jnsulenoder de los Azores und von dem Cabo Verdeanzurechnen/ einnehmen würden/ so viel nem-lich biß auff das neu-jähr 1494 von ander»Potentaten nicht eingenommen wäre/ derCron Spanien auff ewig geschencket und über-geben seyn solte/ und zwar bey straffe des Ar-chen-bannes gegen diejenigen/ welche dar-wider handeln wollen. Ingleichen wurde invbgedachtem jähr 149z zwischen Bönig Carlvm in Franckreich/und BonigFerdinandcn Friede zusammt der Bönigin Isabella zu Barcelo-na endlich ein friede geschlossen/ krafft dessenFranckreich letztgedachtem König und Königin/wie auch dero erstgebohrnem Printzen/ Io»
Hanna von Asturien und Gerunda/ die Graf-schafft Roussillon und Cerda^ne abtrat; wor-bey beyde Spanische Majestäten verbrachen/keines von ihren Andern an das Kayserlicheund Königliche Engclländische hauß zu verhey-rathen/ welches aber/ als ein hartes und widerdie christliche freyheit lauffendes puäum, billigohne würckung gewesen. Was es vor schwe-re kriege mit Franckreich wegen des Neapoli-tanischen Bönigreichs zu führen gehabt/ undunter was piLtexr man sich des KönigreichsNavarra bemächtiget/ davon ist in beschrei-bung des Staats von Franckreich Meldung ge-schehen. Seine tochtcr die Jnfantin .sO-/z. wurde an Ery-Hertzog Philip-pen/ Bapser Maximilians I eintzigen söhn/verheyrathct/ und sind dieses Durchlauchtig-ste paar die gemeine stamm-eltern aller-Römischen Baysere und Bönige in Spa-nien/ so nachgehends fast in die zwey hundertjähre regieret/ welche noch hierüber dies grosseglückseligkeit gehabt/daß sie binnen is jährendemgantzen Europa Baxser/ Bönige und
Böni-