von dcm Königreiche Spanien? YI
auff die ficdt Ceukr in Afrlc<r abandonniretwurde/dieweil Fcunckreich unterm vorwand/daßdie SpanischenNiederlande/ bcvorabBraband und Hcnnegau/aufdie BönrglnHat von Marien durch den tod ihres Herrn vatcrsKcmeEe^ devolviret wordcn/einm unvermutheten star-cken einfall des jahrs vorher in Flandern ge-than / und viele städte und vestuugcn hinweggenommen hatte. Spanien mufte dieses ver-.fchmerhen / und gegen reüitution der Franche.Comte/ Dovay/ Rvssel/ Tournay / Courtray/Charleroy und andere platze mehr dur ch denMischen frieden an Franckreich cediren. AlsAn. 1672 dieFranhöische und die mit ihnen Mie-te waffen einen so ungemeinen progrek hatten/daß es schiene/die vereinigtcnNiederlandc wür-den gar verschlungen/und die Spanische her-nach ebenmäßig zum raube werden / intercßirtesich die Cron Spanien nach vieler laceßirungund harten Worten und wcrcken / rvelche dieFrantzöische Gesandten zu Vladrid und ander-wärts sichreren/vor Holland/ daraufauchdieFrantz osen so fort die volle feindseligkeit inNous-Mon verübten und veranlasset«.'!! / daß Spa-nien die waffen wider Franckreich ergriff/ wel-cher krieg bißA-1678 währete/ also daß in die-sen fünffsahrcn Burgund/die Niederlande/Ca-talonien und Sicilien beunruhiget waren.Denn A-l674 eroberten die Frantzosen die gan-he Grafschafft Burgund / theils noch vor / theilsbald nach eröffnung der campagne/untcrm coin-mando des Herhogs de Navailles; dein Kö-nig selbst fiel Besancon/inglcichen Dole/ indieHände. In eben^selbkgcm jähre rebelkirte diepadt Meßina in Sicilien / und fienge an/dieFrantzöischen lilien zu verehren/ der Comman-deur deValbelle / und Marquis de Valavoirführete aus Franckreich stcours aufdie Insul/und die Haupt-stadt huldigte A. 1675. In denSpanischen Niederlanden aber hatte es Nochein gefährlicher aussehen / indem an den Ducd'Enguien in jetzt-gedachtcm jähre die land-schaff Limburg / nMdem die Spanier und dero. Alliirten das blutige treffen bey Sennes verloh-ren/A-1676 Conde/ Bouchain/und Aire/ A.iü77Valenciennes/ Cambray/St.Omer/ undSt. Guillain / A. 1678 aber Gent/ Pvern undLeeuwe vcrlohrcn giengen. In Catalonienbemächtigte sich Franckreich ebenfalls der ve-stung Puicerda/und erbaucte aus deren steinendie vestung Mont-Louys in Cerdagne: Daher»der Niemägtsche friede A. 1678 zum grossenNachtheil vor Spanien ausschlug / und anMiieret Franckreich abermahl nebst der Franche ComrEftkoe» teauch verschiedene städte/als nemlich Bcsan--n» und con/ Valenciennes / Bouchain/ Conde / Cam-
^ bray/Cambresi)/Aire/St.Qiner/Ipre/ Mar-wy/ Warneton op der Lye/ Poperingcn / Bail-leul/Mont Cassel/Bauvay undMaubcuge mitchren zugehörungcn überlasten und abgetretenwerden musten. Dieweil aber crst-genannteCron noch nicht gnu§ hatte/nahm sie unter demvorwand der äspeiMnnen auch in währendemfriede einen ort nach dem andern weg / als Vir-ton/Arlou / die Grafschafft Chiney /^Courtray/Dixmuyden/Charlemont / und hat Spanien zuabwendung der unerträglichen pressiren undhostilitäten / auch erhaltung des übcrrcsts imNiederlande/abermahl im jähr 1684 den 15 Au-Owepre Huupt-Lundlijttg.
gusti zuNegensburg einnachtheilig urmiLtiumeingehen/und das amt/ stadt und vesiungLuxem-burg mic is dorffern/deßgleichen Beaumont mitseinenzugehorigendorffschafften/ Bovincs mitseinen cisjicncientleN/UNdChimay mit ir biß Isdörffcrn zu der Cron Franckreich besitz abtreten/und aufro jähr hinlassen müssen; wiewohl esvermittelst des letztem friedens wieder an Spa-nien gelanget. Hingegen hat Franckreich demCatholischen Könige Counray/worzu eine land-vogtey von 80 dörffem gehöret/undDuxmuydenrnit ihren upperrinenUen/ jedoch nach vorher be-schehener demolirung der mauren und fortMcu-tionen/wieder zu rsüuuiren sich anheischig ge-macht.
A. 1688 nöthigte der Frantzöische AdmiralComte de Tourville den Spanischen AdmiralPapachino/ daß er die stget streichen muste/ dar-über ein harter scharmützel entstünde. Wel-ches/ weil doch anders nichts als der volle kriegbevorstünde / den König desto mehr bewogen/sich mit dem Kayscr/ Engelland/ Holland unddem Reich gegen Franckreich um des Teutschenftiedenbruchs willen zualliiren. A. 1690 ver-lohrSpanien dievcstungSt.Juan delAlbades-sil-in Catalonien/und büssete bey Fleury ein/schlüge aber noch in diesem jähr den feind inFlandern. A. 1691 verlohres die Haupt-stadtMons/ Hall und in Catalonien Urgel/u.s. m.Es wollen die Frantzosen auch nicht leiden/ daßder Chur-Fürst in Bayern/ Hertzog Maximi-lian Einanuel/zum General-Gouverneur überdie Spanischen Niederlande eingesetzet wur-de; aber es geschahe doch was recht war. A.1692 nahmen die Marschallen de Luxcmbourg,undBouflcrs dievestung Namur imgcsichte desKönigs in Engeland und der alliirten armerweg/schlugen sie auch beySteenkerken und born-bardirten Charleroy. A. 169; zwang Bouf-lers die mit 4200 Engellandern besetzte vestungVeurnes in i- stunden zur üb rgabe' Char-leroy aber / welches derMarschal deVilleroyzu ende der campagne sm^orürte/ that eine un-vergleichliche gegenwehr. Die Frantzosenwoben auch die Spanische flotte bey Neapo-lis verbrennen/und hegten eine c^Mu-mon;wind und wetter ließ es aber nicht zu : docheroberten sie Roses in Catalonien/unterm Ducde Noailles/ und zur sie war der Grass deElrees nicht unglücklich. A. 169s muste Spa-nien Duxmuyden und Deynse durch verräthc-rey hinlaflen/ eroberte aber Namur wieder.Dargcgen wurde die schone stadt Dnrssel grau-siam bombärdiret. A. 1696 revangmen sich dieSpanier etwas durch Verbrennung der feindli-chen Magazinen/und wegnehmung der provi-andsschiffe in Catalonien. A. 1697 vcrlohrcn sieferner Aeth und Barcellona.
Nach dem letztem A. 1697 zu Ryßwick ge-schlossnen frieden hat die Cron Spanien wie-derum viele örter zurück bekommen/ als Gi-ronne/ Barcellona/ Nosts/ Belver und alleneue con^ueä.nin Catalonien/ und anderswo/Luxembourg/die gantze Provintz und vestung/Graffschasst Chiney/ Charleroy/ Mons/ausser etlichen örtemin Hennegau / und end-lich Aeth und Courtray; dargegen aber habensie als sogenannte cl-penckmien von Maubeu-ge/ Charleiuont/ und von andern städten 8rM 2 städte/