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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischen Herolds ander Theil, oder, Zuverlässige Beschreibung derer europäisch-christlichen Königreichen, freyen Staaten und Fürstenthümer
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4o8 Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung

des Hungarischen und Leserlichen Resi-denten/ und daß der friede mit dem Tür-ckcn/wieauch alle andere dasLönigreichbetreffende fachen bey der Pforten andersnicht/ als mit Zuziehung des Lonlllii plunßa-riciund bisrional - Residentens/geschloffenund behandelt werden sölten; von rc<tu-Äion der t^acional - militzaufdenfuß c!e H.NN 0von deren vcrpflegung/von sorNticacionSewifsergräntz-örcer/und deren garnifo-nen/ wiederaufbauung der gräny-vestevinz- 6/ör, u. a. m^ von ausfchass-oderdoch fchärfferer äiscipimirung fremder lol-«laresca; von erhaltung des Adels Prärogati-ven und der gemeinen landes - steyheit;von rekirution der conlilcirten guter / undcsüirrrngder reverse.und anderer abgenö-rhigterverfchreibungen; vsnabfchaffungder repsrkikionen und accifen; von gutercorrcljronöet'tz der Hungarischen mit derRaxferl. Hof-kammer/ und abfchassungal-ier öepeacieotz- und der übrigen und aus-wärtigen bedienten; vonconsticmion einesweltlichen Schatzmeisters; wie widerdie militärische bediente und deren exccll'eauf den gräntzen und passen zu verfahren;von aufhcbung des brücken-zolls auf derDonau-brücke in preßburg; von einlösungdesZipserlandcs; vom freyen exercmo derreligion ; altignacion gewisser kirchen undörtcr; von collacionder geistlichen undweltlichen amteran eingebohrne und ge-schickte leute; von dersuüur söw.iniücanolcund abthuung der unrechtmäßigen processse und sxccociooen; von ersttzUttg der V3-csntz bey der Lron-bewahrung^omlal-l-rioder Loniervgtorcn/ und dnrzugehörigcxHcyducken - wacht; vom recht der frey-und berg - stadte/ und deren privilegienconlervarMn, Vo»r auffhebung der gebre-chen beym zoll-und glerrs Regal; von aus-führu>rg der weine in die benachbarteProvintzien/ von einem allgemeinen auff-sttzbcy fehdes-zcitcn; vom sralNcular nust-gebot m geschwinden landes - nöthen;von bestraffung dcrörter/ so zum Tür-cken überfallen/ von Verwahrung der gran-tzen gege,r Neuhäusel; von einer Gene-ral-^mncli>e der zu vorigem gehorsam wie-derkehrenden exulaoten Und reUitmiondergüter ; von wiederergantzung der: Auto-rität des OKcn N-nsw!; von wiederher-beybringung derwallachen Sclaven undkrseöautzer; v0m auffgebot der Croatenund Sclavonier; von sclmiilion desblsgt-üti proconokarii der Rönigreiche Dalinati-en/ Crsatien und Sclavonien zuLandtä-gen/der Lonigl-tafel/undden OÄavsl ge-richten / von einnehmung verschiedenerLaystrlicher t^iniilrorum und fürnchinevHerren zur Reichs-standschafft u«d ^acu-rslilätioti, als der Herren kNarggrasten zuBaden/MarggrassHerruanns undMarg.grast'Ludwigs/ Herrn Baron Hochers/Herrn Baron Adele/ derer Herren GrastenLaplprs/ Caprara/vonkNansfeld/ 8pmola,von pötting/ pascban,ky, von Scherstcn-berg/von Bönninghaußcn / von tu^.de-rerBaronenwichtcr von Grueb/ von Gel-

len/ cleVcymer, soaNnelly, V0N RindSMaul/von Wurmbrandt / von Hoffman/ von Ba-tzendorst/ Backer/von Wallhorn / 6sr»^lmer/ von und zu wartcnberg/von Rot-

ta/ örixicani Lergomsnelitis, LÜßiNger und

wie auch von einiger Grafen und Her-ren / und anderer Stande psrkicuiier-angcle-genheitcn gehandelt/ und die schlösse von Kö-nig l. Majestät Den zo Dec. iszi cc>n6rm>retworden.

Ausserhalb des ^.okokund der Universal-ockv-i-Land-tage pflegt man auch dieOLtaval - c«n-vence zu halten/ nicht weniger die stuhle der Mir.1avernicornm,Und die stuhle des Adels undder Span schafften zu besehen/damit die ge-ringeren Reichs - geschaffte allda erörtert wer-den möchten. Wiewol doch diese Versamm-lungen mehr auf entschcidung der Processe undrechtlichen irrungcn zwischen den Standen/ alsauf gemeine Reichs -atkairen angesehen sind.

Die religion anreichcnd / so hat Hertzog WerniHW6sirs, loxi sehn/ zu erst die christliche lehre ge-pflantzet. Bald darauf ist durch die gottselige khum kManstalten des Königs Stephans/ und seiner^^^'frommen Gemahlin frau Stiels:, Layser Hen-richs ii schwester/ das Christenthum im gan-tzen lande ausgebreitet/ und wider die Verfol-gungen durch die vielen Bisthümer unterstü-tzet und erhalten worden. Jnmassen denn dieKönige jederzeit viele kosten und grossen eiferfürgewandt/damit solche christliche religion undgottseligkeir weiter gepflanhet und befestigetwürde. Daher sich auch die Hungarn rüh-men/daß durch die Hand eines engels demheiligen Stestan/ als einem Löniglichen- Apostel/die Lorons sscra zukornmen/und die-ser König ohne zuthun des Pabsks oder gewöhn-liche absendung eines oder mehr Bischöffe/ dieungläubigen selbst bekehret hätte.

Heutiges tages wird das exercinum der Ais» BCatholischen/Lutherischen und Schwer-yerischen religion in diesem Königreiche öf- nm.fcntlich getrieben/doch daß die Römisch-Ea-tholische den vorzug und vominar hat/ und diebeedcn anderen Confeßions - verwandten antheils orten kaum noch gedultet werden/und we-nige örter sind/ die indervorigen freyheit desexercitli stehen.Diegelegenhcitztt derEvangeli-schen lehre einführung war diese: Nachdem die -entdeckung derPäbstlichen irrthümer in der keh-re und mißbrauche der Geistlichkeit im leben inTeutschland starcken fortgang gewonnen /unddie benachbarte Königreiche und Provintziendie äugen auch weiter aufgcthan/hat ein Hun-garischer Landherr/ percr p^rcniusgenannt/die Evangelische lehre in dieses Königreich ein-geführet/ und grossen beyfall gehabt. DieClerisey aber brachte dargegen die schärffstenfeur-processc voln K. Ludwigen A. lsr; und Is 2 sheraus / und wurden ihrer viel ungehörtevdinge verbrandt. In währendem kriege und daUngarn keinen rechten König hatte/ nähme dieEvangelische religion ziemlich überhand. UndK. Ferdinand i, als er nach Johannis ^apolisrode allein zum Zepter griffe/gab denen fünfffteystädten/ Caschau/ Bartfan/ Eperies/Leut-schan/ Cibin oder Hermanstadt/ dann deneniz städten des Zipserlandes/ so wohl in Nie-der-Hungarn den städten Preßburg/ Oeden-