von dem Königreiche Böheim, 4LZ
Römern im Bayerlande krieg geführet/ unddenn inSachse»/da erDobrabora/Gutbrunn/so iho Halle heisset/ eingenommen.
Dkth-ft Nach der Fürstin Libußa A. 457 erfolgteniElern ^ode muste dieser Böhmische Regent mit seinerM- land Gemahlin Staats-jungser/ nahmens wa-»»Mn- laschkn oder Vlast.r/einer ertz-zäuberin/ /wiedenn diese kunst in Böhmen damahls so fio-rirte/ daß sie in den schulen prot'Rion darvonmachten / und eben der Crokus seine dreyPrinceßinnen darinnen inkormiren lassen. Eswar auch der Hertzog Przemisl darinnen so ge-lehrt/ daß ihn die Nation / wie Bileam/ voreinen Propheten hielte/) welche ;u behauptungder regierung andere kühne dirncn an sich ge-länget/ und bey dem volcke nicht geringenVorschub fände/ etliche jähre schweren kriegfuhren. Demi es hatten diese Amazonen all-schon den grösten theil des landes innen/richte-ten eine eigene regimcnts-versassung an / undordneten / daß man ihrerseits/zu erhaltung Ver-schönen art/ sich mit den benachbarten mannernvermischen / und denen knaben / so aus dieserbeywohnung erzeuget werden mochten/ dasrechte auge^usgraben/ und die daumen ab-schneiden / den mädgen aber die rechte brüskausbrennen solle. Ferner sollen die männcrhinkünfftig auff weiber-sätteln reiten ur;d kei-ne schwerdter mehr führen / jede weibs-personaber macht haben/zum man zu gebrauchen/werihr anstünde. Sie wurden aber mit heercs-macht getrennct/ ihre armee ruiniret/ denen/so von der siharsse des schwerdts nicht umkom-men/ die spindel und rocken wieder in die Hän-de gegeben/ und ihrer unanbesohlenen herr-schasst dcrgaraus zeitlich zugespielet.
H.Ni«M Jhme solgte A. 499 sein söhn HeryogNinüslaus oder Nezamislnus / unter wel-chem das land sehr culliviret/ auch Präge be-festiget worden. Er wolle keine neue gesetzemachen/ weil die alten rechte und slltcn demlande nützlicher. Ais ihn die Römischen land-pfieger vexiren wollen/ brachte er 60000 fuß-gangerund 6000 reuter auff/ und gieng da-mit gegen das damahls zu Regensburg stehen-. de Römische lagcr/und schaffte sich damit ru-he. Den Adel und die kriegs-Officirer zohe erz^i hoff-ämter/und machte sie galant. Rcgicr-v ^ 39 jähr/ und starb A. C. »8- Dc ssen HerrWirt das söhn und Nachfolger/ Hertzog Mnarha/ thei-mit'derK ^Ee mit stiner regiersüchtigen Gemahlin derNMm. ^Strzcsißlawa die regierung dergestalt/ daßer das regiment über die männcr/ die Gemah-lin aber über das weibliche geschlecht führensolle. Kriegte mit den Mähren undTeutschen.h Mgm. Jhme folgte sein Herr fohn/Heryog Wogen/der das land innerlich beruhiget durch Züch-tigung des Land-Herrn der das lan-
des-regimcnt-R-ötirte/ und äußerlich widerder Sachsen und Meißner einfalle geschützct.s Wm - hohem alter. Dessen
B söhn Hertzog Wnrßlawen wissen die allen ge-schichtschreiber so wenig nachzurühmen / daßauch die jungem dessen nahmen nicht melden.4.KW0- Sein söhn Hertzog Lrzesomysl/ von welchem^ das edle geschlecht der Herren Kreßen von Kres-senskein zu Nürnberg herstammcn soll/schriebsich Fürsten zu Prag/ und hinterließe etwa im7u jähre das regiment seinem söhne Printz Ne-
klan/dernur rr jähr alt war/und unter dervor-H.NckMmundschafft Fürst ^rsnslai aus Schlesien ge-zogen wurde. Er war aber / weil er zu lan-ge im frauenzimmer gelassen worden/ ein wei-bischer Herr/ und war sein glück / daß er guteGenerals hatte / welche mit Kayser Carlndem Grossen kriege geführet/ wiewohl mitschlechtem lucceL Er verließ das zeitliche nachfünff und vierzigjährigem regimentund haktezum Nachfolger seinen ältesten söhn Hostiwi-H.HostiwHyen / welcher mit seinem bruder Mstibogen derregirung halber (die er sieben und viertzig jährverwaltet/) zu fechten hatte.
Sein Herr söhn Hertzog Borivor/ oderH-BonmBorzlwog/ hat die glückseligkeit gehabt/durch ChM°'"zurede des christlichen Königs in MährenSwatopulk genannt/ und der Bischoffec.7-rilli und^erko^ii zum christenthum bekehret zuwerden. Darüber er aber von den nochHeyd-nischen Böhmen eine Zeitlang verflossen/ undhergegen die Landcs-herrschafft dem Herrn vonBilin/ Stugmir oder Stillfried genannt/ auf-getragen ; der christliche Hertzog aber endlichwieder auff den Regenten-thron gesetzt/ vonihme derselbe löblich besessen/endlich aber gegendie einsiedeley vertauschet worden. SeineGemahlin war Ludomilka / welche hernachunter die zahl der heiligen versetzet worden»
Jhme sind im Christenthum und dem regi-mente die Herhoge Gpitigncus/ sein ältestersöhn'/und nach dessen zeitigem hin tritt/der an-dere Wrnrislmrs/so dann nach dessen A,
716 erfolgtern tode seine wiewohl ungläubigeund denen Christen sehr schädlicheWittib/Drn-hoirura/ in vormundschafft ihrer unmündigensöhne/ wenzesiai und Boleslni/ und hier-auff Hevyog wenize! gefolget/ welcher einH- Wentzchheilig leben geführet/ und vonLayser Henri-chen l die eriassung des tributs erhalten. Erwurde seiner Gottesfurcht halber auff anstiff-ten der tyrannischen mutter von seinem bruderBoleslao erwürget / und darauff csnomllret; ^also kam zum regiment A. 929 Bolcslauswelcher aus einem bösen ein guter Regentworden. Er führete wider Kayser OttendenGrossen kriege/und schlug dieHunncn aus demlande/die sich schon ziemlich alda eingenistelthatten. Der Kayser hielte hernach viel auffihn / und als er ihn zu Regensburg zur aus-söhnung kommen lassen /^machte er ihn zudes heil. Röm. Reichs Lrh - Schencken.
Ferner folgere A.967 BoleslnusUder from-me/welcher das Bisthum Prag gestifftet/ undwieder die feinde der christlichen religion glück-selige kriege geführet/ und zu deren Zurückhal-tung dieftadr Boleslav oderNeu-Buntzelge-bauct/ Kayser Ottens u armee schlug er ausBöhmen undstarbA.9y9.Sein sohnBoleslar»der dritte verlohr wieder/was der Herr valerinMeiss'n und Polen erobert. Hertzog Boles-lav in Polen lud ihn zum schein der freund-schasst nach Krakau ein/ stach ihme aber aldadie äugen aus/ welches zur straffe über ihn ver-hänget wurde; denn er hatte vorher Jaromitentmannen/ und den andern Ulrichen halbrod-schlagen und aus Böhmen schaffen lassen,
Darüber käme er um die regierung/welcheder bruder wladrbog Übernahme / der es abernicht lange machte/und trug hernach Kayser