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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischen Herolds ander Theil, oder, Zuverlässige Beschreibung derer europäisch-christlichen Königreichen, freyen Staaten und Fürstenthümer
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von dem Königteiche Böheim.

die Röntg!. Hoheit ertheilet/und anstatt desalten wapens / so im silberweißen selde einen..tdei-fcbwartzen adler führere / numehr im rochen""ihmettl schkide einen aufgerichteten silberfarbigeneh-. /A^en Mit einem gedoppelten erhabenen' 'fchwantze / auf dem Haupt eine güldeneLeone habend/zugeeignet/und hernach zum zei-chen des Ertz-schencken-amts dem löwen einengüldenen becher in die rechte klaue gegeben/wel-ches wapen biß diese zeit unverändert blieben;nur daß der löwe itzt mehrentheils ohne becherdisllomret wird; gleichwie auch dasjenige m-6eoe des feurigen kessels ausgelassenwird/wel-ches Kayser Otto! Herizogkoiestsocherda-mahls das Ertz-Truchsessen-aMt verweset / bey-Zelegetund verordnet/daß dieHerhoge in-heim dem Kayser jederzeit daswaster in derkü-chestehend wärmen sollen / welche aufwartungaber gar bald abkommen/ als die von folgen-den Regenten vor ein perionsl -werck der vor.fahren gehalten worden. Durch den gedop-pelten sthwänh des löwen wird H. Uladislaitäpfferkeit angedeutet; wiewol andere wollen/es hätten die Böhmen den gemahlten löwenvbt einen äffen angesehen / dahero ihm derMähler zu desto befferm unterscheid einen ge-doppelten schwank zugeeignet. Es errheileteüber der Kayser diesem Könige Uladtslao diefreyheit/ Cron lind Zepter auf die drey feste/Weynachten/Ostcrn und Pfingsten/ wie auchan den festen 8 VVcnce'lsi und ^clelbe.'ti zu tra-gen/wir solches das zu Negcnspurg A.ns? aus-gefertigte O-ploms bezeuget/und war die Kö-nigliche Crone dazumal nichts anders / als eingüldener reiffodelcircul,

HWs« m Nach seinem tobe haben wieder einige Böh-MnÄ-mische Fürsten / nemlich 8obiestsus II, kriecl«.

«k- j-icuij Loürsclur IIII, L'/ecisIsvr,

ljeüricoz I. Bischoffzu Prag/ und VUclirl-wtjll sich deß Königlichen tituls/ etwa aus de-muth/ oder vielmehr deßhalber/weil sie ohnespScisl - ctrnkrmstion der Käysere/ die König!,würde nicht führen dörffen/enthalten/biß auffEmE Pvemislstum/ den güldenen/welchem Rag-Ahmen . fer Philipp feiner treugeleisteten dieNste hal-abermahlA. U99 die Königl. Cron geschen-'' cket/ und auff dem Rcichs-tage zu Maintz die-ses wichtige Privilegium gegeben/daß fürohinalte böhmische Regenren durch freyewähl desvolcks von der Nation Zur Rö-ntg!. Hoheit gedeihen soleen; welches den-noch dahin Nicht zu erstrecken/ob wäre desheil. Röm. Reichs oberste gerichtbarkeit undHoheit hierdurch zum abbruche und zur ex-mrj,«n der Cron Böhmen gehandelt worden. Wiehernach unten mit mehretm zu vernehmen seynwird. HöchsterMeldttN neucnKönig benahm-re Man deßhalbcr Otksgarum/ V. i. Gar.Ottisch/weil er dem Kayser Otten allzusehrangehangen. Anfangs hielte ers zwar mitdessen Gegen - Kayser/ Heryog Philippen inSchwaden/von welchem er auch das Königl.srwms itztgemcldter mästen erlangte. Als aberdieser den ohrenblasern und den feinden desKönigs glaubend / von ihm absetzte/ und aus«Nüiileotz ihme seinen hoff und freundschafftauffsagte/ machte sichK. Otto solches zu nutz/gewann dessen alllantz und reale freundschafft.Diese abermahlige mheilung der Königl,Zweyte Haupt - Handlung.

würde schreiben einige Kayser kriderico ii zu/wormit er Ottogarum A. irir wegen derhülf-fe/ so ihm derselbe zu erlängung der Kaystrl.

Crone geleistet/begnadiget haben soll. Ebendieser Kayser hat auch dem neuen Könige dasPrivilegium ertheilet / daß derselbe dem Kay-serl. hoffnirgends als NachBamberg/ Nürn-berg und MersebUrg zu folgen gehalten seynsolle.

ZhMesolgteA. 1230 sein Herr söhn K. wen-K- Wryutzzeslaus / welcher mir Heptzog Friedrichen inOesterreich/ wie auch mit seinem leiblichenbruder primislad viele kriege hätte. Nachder Hand rcvolkirren die Böhmen / und wollenseinen söhn prtmislaum A. 1248 auff denthron setzen/oürübcr viel blutsti rtzung entstan-den / biß er sich endlich ruhe geschaffet. Ersiarb A. i2sz. Die jagten waren ihme 5 »ksi;denn er verlohr ein äuge üuffver einen / undauff der letzten wurde der tod sein jäger undfänger.

Sein Herr söhn und Cron-folger/ rtztgeMeid- PriEatisrer Primislaus Ottogarih that es an mach.und ansehen allen vorfahren zuvor / kriegte aber K.Rudvi.-A.1278 mitRayserRudo!phen/deM er äls se'.-^rn.

Nem gewesenen Hoff-Marschall und dienerdieKayferl. würde mißg^nnete/wegctt der Oestcr-reichischen lande und darneben verweigerterlehns-psticht überBohm N/ sehr unglückselig; erwär auch lNarckgraff'zu MahrcN/ Hery.ogzU Oesterreich/ Rürndten und Steree-tirarck / Herr zu Lrain / ?orku - di-onizund Eger. Weil er wider die ungläubigenPreußen einen zug gethan/ und viSonstket/legte ihme die Geistlichkeit den rittst einesApo-stels von Preussen zu. Königsberg hat ih-me seine erbauung zu dancken/ ingleichcN dasBisthum Sämbien die snffrung. Er war somächtig/ daß er von demAdriatischen Meereherrschete biß an die Ost-see und Curische Haff.

Er bliebe in der schlachr auff dem Markftldebey Custendorff in Oesterreich A. 1278/ undverließ einen Pritttzen von ächt jähren/ nah-mens WenZeslauS 1 l, welcher MärkgraffÖttens zu Brandenburg vormundschafft an-vertrauet/ aber übel gehalten/und deshalbenviekjahr hernach mit schwerencooMtMnen/dieaber Kayser Nuvolph mit Zuziehung derReichs-Chtirfürsten verMchtigte/von denen Ständenabgefordert wurde. Gestalt ihme dann der Kay-ser alle gnade erwiesen/ die Lh ur-würde/dasv.csriskitt Meisten samt dcrstadt/ dasEry - Schenckcn-aMt/ das ZürstenthumBreßlau/ die Laußnitz/vrel otteritt Bay-ern und die herrschaffc Egra geschenckt.Sei-net früu Mutter schwester 6nLns wendete ih-me die Provintzen Rrakau undGandoMirzu/welche er aber mit dem schwerdre behauptenmusre/ er hatte aber auch viel gefährliche zufal-le. Wurde, Röntg in polen / er stifftewdie Univei-lität zu Prag/und ließ sich alda samtseiner Gemahlin A. 1297 lolenaiter krönen.

Die HuNgarn oLrirten ihme ihre Lroneauch/ er recottimcncNrle aber seinen söhn dazu,

Die bergwercke sonderlich zuRuttenberg sindvon ihm erhoben/ und mit berg-rechte ver-sehen worden. Er beschlösse seine löbliche te-gtekuttg A. rzosi Seilt Herr söhn K. Wenzes-laus IU trug drey Cronen/die Böhmische/ Pol-Hhh Nische