448 Des Europäischen Herolds zweyte Haupt -Handlung _
und kleinodien desKönigreichs in unterschied^- ten hat- is) Daß der Römischen Kayser ihrechcn verborgenen unterkrrdischen gewöibcrn Stadthalter und Landeshauptleute nicht be-verwahret werden solten/ und wurde der Bi- fugt seyn sollen/ ichtwas zu gebieten / oder zusthosis zu <L>lmü<r ZUM ersten Lomire cspcllL verbieten/ was wider diefreyheit des König-keg.L verordnet. Hernach is! das veste schloß reichs und dessen Stande ließe / welches vonRarlstem darzugewiedmet/und zween beson- dem fall zu verstehen/ da dieCron BöheimbeydereBurggraffen/einer aus demHerrn-und ei- einem Nöm. Kayser bestanden/ dergleichenner aus demRitterstanoe dahin verordnet wor- sich bey K. Carln iv, K. Wentzeln/ K. Sig-den/welcheamtcr aberiho vorangezeigter maß- mund / K. Albrechten/ Kayser Ferdinandenil,sen nicht mehr vergeben werden.pabstAlexan- und folgenden Römischen Kaysern biß dato be»Z„st>! der der u verliehe Heryog wmtislaodie macht/ geben. Denn ausser dem haben Hie Kayserl.Hertzvgk. eine inful oder Bischoffö-mützezu tragen/ Gouverneurs oder befehlhaber in Böhmenwelchessonst nicht leicht einem Leyen verstattet und denenLehns-Provintzien wenig anzuord-worden/ wie Papst Lrexoriu; in seiner A. 1080 nen gehabt.
. ausgefertigten Bulla meldet. Es ist eine grosse kr-roz-nv, wurde und eh-
NniM. Einer Rönigin verordnete Kayser Carl zu re/ daß ein König in Böhmen so viel und soihrem leibgedinge die so genannten civirsre, fürnehme Potentaten zu Lehn-leuterröorslei, nemlichRönigin-gray/ Lhrudun/ hat/nemlichChur-Bayern/ Chur-Sachsen-Llkam lviuksm, Hohenmaut/ Milnitz/ Ja- Chur-Brandenburg/ Chur-Pfaltz/ Sachsen/romir/Trutnow/Röniginhoss/polizka/ Gotha/ die Marggrafen zu Brandenbur-Bpdzowitz/rc. und wiese die richter/ gc- Franckischen theils/die Hertzoge zu Würten-schwornen und gemeinden derselben durch be- berg/ und im lande selbst viele Hertzogen/ Für-sondere geheißbricfe dahin an/ daß sie ihre sten/Graffen/und Herren/wie aus nachgefüg-zknßen/ Nutzungen/ und abgaben an sie liefern/ ten zu ersehen,auch an dero gebot und verbot sich halten sol- ^ ^ -
ten: würde aber eine Königliche witwe Vcrzeichnuß derjenigen FursteNthUMer/sich anderweit verheyrathen/ so solle der regle- schlösset'/ städte / sitze / landschafften / märckte/rende König in Böhmen derselben 6ooo schokk dörffer/ herrschafften und andern/ worüber dieBöhmischer groscheu currenc münhe baar und Cron Böheim ausserhalb Reichs die le-in unzertrcnmer summe bezahlen/ und sie damit hens-herrlich-und gerechtigkeit
abweisen/ und die dotal-städte und Unterthanen führet,
ihrer witthums-Pflicht ledig und loß seyn; wel- , A.
ches die Böhnren als ein privii^ium Hochach- Aurbach/Chur-Sächsisch.
Ausstattung ten. Eine erb . tochter der Lron hat hiö- Aurbach/Pfäthisch oder Chur-Bayerisch.oereror zwey mahlhundert tausend Hungaristhe Asch/Branden bürg -Bayreutisch.
goldgülden zu ihrem ehegelde bekommen. Wa- Arenspurg.rum man aber der Königin Annen nur 2sooQ , B.
Hungarische ducaten mitgegeben / ruhet auff Baruht/Chur-Sächsisch.
weiterer erkundigung. - Bergen/Kloster Schiren/Nürnbergisch.
Die vorzüge und sonderdinge/ welche Bleyster'n/schloß/Pfältzisch.
Bö.-^En Bönig in Böhmen vor andern Euro- Berenau/ Pfältzisch.heim. päischen Röntgen gehabt/ waren diese/ (Burgstal.
daß bey einem hochzeitlichen hoff eines Nömi- Zu Bamberg Erbschencken-amt.scheu Kayscrs derselbe allen andern gekrönten Buchard/Chur-Brandenburg.
Häuptern vorgehen solle/wovon und anderen zu Beschkau/deßgleichen.
Teutschen Reiche gehörigen ?-nrc>ßariven oben Blankenberg / Gräflich-Neußisch.
in beschreibung des H.R.Neichs Meldung ge- Brochenstein/Schwartzburgisch.
schehen.(r) DaßdieChurfüt'sten/netnIich wcltli- Beilstein/burg und stadt/Würtenbergisch.
chen standes/ihreChur-Prinzcn nechst derTeut- Bottwer/die stadt/Würtenbergisch.
schcn und Lateinischen/ so wohl Welschen/ auch Babcnhaußcn/ bürg und stadt.
in derWendischen oder Slavischen spräche un- Bernstekn/Chur-Sächsisch.
terrichten lassen solten. (z) Daß wann er zum Bobersbcrg/Chur-Brandenburgisch.
Kayserlichen hofflagcr mit seinem cowirar Bcrnwaldt/Chur-Brandenburgisch.
reißet / er befugt ist / seine ankunfft von ferne C.
mit zwey feuern oder flammen anzudeuten. (4) Crossen/ das Hertzogthum/ Chur-Brandenb.
Daß wenn was von der Cron veräußert wer- Creutz/ schloß und stadt.
den solte / solches von fremden mit bestände Croßten.
nicht erworben/ sondern von denen Nachfolgern Coldih/Chur-Sächsisch.
wieder angesprochen werdenkan/ nachdem Cotbuß/Chur-Brandenb.
exempel K. Carls l v, welcher/ wo ein schloß / Crebswalde/Chur-Sächsisch.
stadt/Weichbild/herrschafft rc. in Bayern/ D.
Meißen/ Lausitz/ Brandenburg rc. so der Dalen/Chur-Sachs.afterlehn.
Cron lehnrührig/zu verkauffen vorkäme/den Durrendorff.vorkauf geübet/ und auff solche weise auch die Dürrengrün.
Marckzu Brandenburg von MarggraffOt- Dippoltswald/ Chur-Sächs.ten um ein groß stück geldes mit Kayserlichem Drupitzig/Chur-Brandenb.conlen, an sich erkausst/ und bey straffe des Diepoltsdorffcumperkincmiir.mcyneides und ehrcnverletzung die verschmä- Halbe schloßDohnen/Chur-Sachf.lerung derer granhen des Königreichs verbo- Dölen/Chur-Sächsisch.
E. Eschen-