M o n a r c Ii i e.
Grösster Umfang des römisch. Reichs unter Ira.jax :
Vom atlantischen Meer bis zum Tigris, — vom Wall des Antonin,der Donau, den Karpathen u. dem schwarzen Meer bis zu den Afri-can. u. Arab. Wüsten.
In Europa: Spanien, Gallien, Britannien, Italien, Rhätien, Vinde-licien, Noricum, Pannonien, Illyrien, Griechenland,Macedonien, Thrazien, Mösien, Dacien.
In Asien: Klein-Asien, Syrien, Phönizien, Palästina, die Nord-
u. Ostküsten am schwarzen Meer, Armenien, Meso-potamien, Assyrien.
In Africa: Egypten u. die ganze Nordküste.
*CÄSAR OCTAVIANUS IMPERATOR AUGUSTES, 32J.,30 v. Chr. bis 14 n. Chr. (Der Titel August seit 27 v. Chr.)
ßritannirn.
Kriegsmacht:handarmee: 400,000 M.
30 Legionen zu 12,500 M.
11 an der Donau, 5 am Rhein, 3 inBritannien, 1 in Spanien, 8 am Eu-phrat, 1 in Egypten, 1 in Africa.
20,000 prätor. Cohorten in ltal.Marine: 50,000 M.
2 Flotten z. Ravenna u. Neapel.Schiffsposten z. Frejus, im schwar-zen Meer, im Canal, auf d. Rheinu. d. Donau.
(germaitrr.
vom Rhein bis zur Weichsel n. von der Nord- u. Ostsee bis zur Donau — fernerin der cimbrischen Halbinsel (Dänemark) u. in Scandinavien (Schweden u. Nor-wegen).
Uraltes Patriarchalsystem: eine democratische Stamm- u. Familienverfassung.
Tacitus zählt an 50 einzelne deutsche Völkerschaften auf, von denen 20 zu demStamm der Sucven gehörten. Dieser Hauptstamm war durch seine vorzüglicheTapferkeit ausgezeichnet, welche sie dadurch noch besonders zu erhalten suchten,dass keine feste Ackervertheilung bei ihnen galt. Die Sueven sassen vom Ob. Rheinüber ganz Deutschland hinweg bis nach Schweden herauf. Ihre vornehmsten Völ-kerschaften waren: die Marcomannen am Ob. Rhein u. Main, die Longobarden ander Elbe, die Gothen an der Weichsel n. Oder, die Sueonen im südl. Schweden. —Von Rom abhängig waren die Friesen.
Sarmatcit | JP a ( i f n
zwischenWeichsel zwischen Donau u. Kar-u. Wolga. pathen
(das heutige Ungarn, öst-lich der Theiss, Sieben-bürgen, die Moldau undWallachei).
Kaiser mit republikanischen Formen: die Würden des Consul’s, Tribun’s, Imperator’s u. des PontifexMax. in ihm vereinigt — Der Senat blieb Staatsrath — Ausserdem noch ein geheimer Rath des Kaisers.
28 Veteranen-Colonieen. Stehendes Heer von 10,000Prätorianern in10 Cohorten, als Leibwache, um Rom herum — darunter viele Deut-sche.— Stehende Heere in den Provinzen.
27 Einrichtung der Provinz. Regier.: dieProvinzenzwisch.d.Kais.u.
Senat getheilt — die d.Kais. durch Legaten mit Civil- u.Milit.Gew alt,
die des Senats durch Proconsuln mit blosser Civilgewalt verwaltet. 25 Cantabrisch. Krieg: GründungNeue Auflagen: Waarenaccise, Erbschaftssteuer; Zölle auflmpor- von Saragossa,ten u. Exporten. — Erste besoldete Magistrate.
15 f Rhätien, Vindclicien, Noricum (allesLand zwisch. d. Donau u. d. Alpen,vom Bodensee b. Wien — Regens-burg, Augsburg röm. Pflanzstädte).
Agrippa, Schwiegersohn Augüst’s , Erbauer des Pantheon, 12v. —17 n. Chr. Deutsche Kriege.f 12 v. Chr.
10 i Mösien (das heut. Bulgarien).
MascEnas f 8 v. Chr.
Bliithe der Künste u. Wissenschaften, das augusteische Zeitalter:Horaz, Virgil, Livius etc. Griechische Sprache u. griech. Sittenin Rom. Aufnahme der egyptischen Kunstschätze u. Mysterien.
3 n. Chr. Verschwörung des Cinna, Enkel des Pompeius.
16 Krieg mit Rom.
12—9 Feldzüge des Drvsvs in Deutschland, vom Niederrhein her:
Er besiegt die Cherusker (an d. Weser u. Harz), die Catten (in Hessen) u. dringt biszur Elbe. Anlegung von gegen 50 Castellen am Rhein (darunter Mainz, Bonn), imTaunus, an der Ems, Lippe (Aliso bei Paderborn). Drusus f auf dem Rückwegvom letzten Feldzug u. erhält den Beinamen Germanicus.
8v. — 5 n. Chr. Feldzüge des Tiberius ( Drvsvs Ilr.) und seiner Feldherrn.Versetzung deutsch. Völkerschaft. nach Gallien. 5 n. Chr. geht Tiber üb. d. Elbe (biszur Havelschanze) zu d. Longobarden (im Bardengau, zwisch. Magdeb. u. Lünebrg).
Um’s J. 6 v.Clir. zieht Marbod, der Marcomanne, vom Ob. Rhein nach Böhmen(die Bojer, die hier gewohnt, wandern nach Noricum). Marbod gründet einenStaat auf röm. Fuss. Bund mit andern suevisch. Völkern, nanientl. den Longo-barden. 70,000M. Fusstrupp. u. 4000Reuter. — D. Römer, 6n. dir., wollenihn v. 2 Seiten angreifen, v. Rheine u. Tiber von Pannonien aus. DerPanno-nische Aufstand hindert d. Unternehmung: d. Röm. schliessen einen Vergleich.
10 Krieg mit Rom.
6—9 Aufstand in Pannonien. (Ueb.200,000 Krieger geg. Rom.) VonTiber unterdrückt.
9 Paris Niederlage.
11 August’s Stiefsohn Tiber aus der altpatric. Familie der Claudius, wird Mitregent durch Uebertra-gung gleicher Vorrechte (lex regia).
14 August + zuNola b. Capua 76 J. Er empfahl noch auf sein. Todbett, d. Reich nicht weiter zu vergrössern.
Tiberius 14 — 37. 561.
Despotische Regierung. Die wenigen Volksrechte kommen durch Aufhebung der Comitien an den Senat,der sclavisch gehorcht. Majestätsgesetze. Sejan, Präfect d. Prätorianer, Günstling 23—31. Die Prä-torianer beziehen seit 18 ein festes Lager, die Castra prätoriana vor Rom. Tibrr’s Neffe u. AdoptivsohnGermanicus -j- 19 zu Antiochia an Gift. Tiber residirte seit 26 zu Capreae bei Neapel.
6—9 n. Chr. Qutxctiltus P'arüs behandelt von seinem Standlager an d. WeserNiederdeutschland als Provinz, führt röm. Justizpflege ein u. legt Abgaben auf.
9 *He nsjitv, der Cherusker, vernichtet die 3 Legionen des Varus im Teutobur-ger IValde bei Paderborn.
10.11 Tibkrius kommt aus Pannonien an d. Rhein, schützt Gallien mit 8 Legionen.
Cheruskerbund im Norden. Marcomanncnbund im Süden.
14—17 4 Feldzüge d. Geriiaxicvs (Drusus Sohn). Leichenbestattung im Teuto-burg.Wald. Hermann beiIdistavisus b. Minden geschlag. D. Flotted. Germanicuswird auf d. Rückfahrt aus d. Ems vom Sturm vernichtet. Tiberius ruft ihn zurück.
Die Römer halten von jetzt ihre Linien am rechten Rheinufer u. vom Main bis zurDonau — sic Stichen nur Gallien zu schützen u. Einfluss in die innern Angelegen-heiten der Deutschen zu behaupten.
19 Makro n verhasst. Die Longobarden fallen von ihm ab. Hermann schlägtihn — er flieht nach Ravenna, wo er 37 +
21 Heriiaxx, im Perdacht, dass er nach der Kgs-Gcwalt trachte, fällt, 37 J. alt.
28 Die Friesen machen sieh von den Römern frei.
Caligula, 25 J., S. d. Germanicus 37-41, wird ermordet.
Cr, rvrirns, 50 J. D. erste, nicht vom Senat, sond. v. d. Prätorianern ernannte Kaiser, 41—54,wird auch ermord. Grosser Einfluss d. Weiber: Messalina, Agrippin a, seine Gemahlinnen.
Nero , 17 J. Der letzte Cäsar aus der Famil. der Claudius , der Tiber angehörte, tödtetsich selbst. 54—68.
64 Brand in Rom: Erste Christenverfolgung. Petrus u. Paulus f 66. Skneca, Nero’s Lehrer, f 65.
Galba 68—69, ermordet — Otho 69, tödtet sich selbst — Pitet.uvs, 69 zu Cöln von d.deutsch. Legionen ausgerufen, wird auch ermordet. 69 Aufstand der Bataver im belg.
P espasiax, 59 J. 69-79, zu Alexandrien von d. syr. Le- Gail, zwisch. Maas u. Rhein untergion. ausgeruf. Wiederhersteller d. Disciplin b. d. Präto- Civilis. Die Wahrsagerin Vel-rianern. Coliseo erbaut. Vertreibung d. Stoiker aus Roin. i.eda — Vergleich 70.
'Titus, S. , 39 J. , 79—81, die Wonne des Menschengeschlechts.
79 Brand des Vesuv’s: Pompeji u. Herculanum verschüttet. Plinius, der Naturforscher, f
Domitiax, 30J., Br., 81—96. Die einzige Ausnahme unter der Reihe guter Imperatoren vonVbspasian bis Marc Aurel — wird ermordet. — Capitol neu erbaut. S4 +
86—90 Dacischer Krieg.
Nf.rva, 70 J., 96—98, gegen 70 J. alt.
* Trajax, 43 J., 98—117, der erste Ausländer, ein Spanier, v. Nerva adoptirt. Unter ihmlebten Tacitus u. Plutarch. — Durch ihn Herstellung d. Volkswahlen u. Comitien u. desAnsehens des Senats u. der Magistrate. — 100—106 2 Dacische Kriege.
43 Anfang d.Eroberungdurch Plavtivs.
Caractacus, Verthei-diger d. brit. Freiheit,gefang. 51.
RömischePflanzstädte:London, York etc.
78—84 Agrtcola ero-bert Britannien.
Britannien.
40 — 50 Einfälle der Catten über den Rhein nach Gallien
50 Erbauung von Cöln.
90 Einfälle der Marcomannen über die Donau nach Pannonien.Rom jenseit dieses Grenzflusses.
Doch hält sie noch
69 Angriff auf Mö-sien.
io« f Back» — Trajanische Säule in Rom zum Andenken.
117 Trajan f auf der Rückkehr aus dem Orient zu Trajanopel in Cilicien.
H.wriax, 42 J., adoptirt von Traj. , 117—-138.
120 17j ähr. Reise zu Fuss durch’s ganze Reich. — Erbauung der Engelsburg (Moles Hadriani).
131 Das immerwährende Edict.
Axtoxix der Fromme, adoptirt von Hadrian, 47 J., 138—161.
Der 2te Numa -— Oeffentliche Lehranstalten in allen Provinzen.
121 Wall d. Habriaxin Northumberland.138 Wall d. Axtoxixin Schottl. b. Edinbrg.
' Marcus Avhelivs Antoninus 161- j -180,adopt. v. Ant. d. Frommen, Verfasserder Selbstbefruchtungen.
Lucius Avrelivs Perus 161—169.
Divi fratres.
150 Christi. Kirchen in Frankrehzu Lyon u. Vienne, v. Kl. Asienaus gestiftet — bald darauf auchin Britannien eine christl. Kir-che, so wie in Spanien.
167 —■ 80 Matcomannen - Kriege
Die Marcomannen fallen über die Donau in Illyrien ein, kommen 170 bis Aquileja. M. Aurelgeht nach Pannonien — 174 Sieg am Nitrafluss (nach d. christl. Sage durch d. 12., angebl.aus lauter Christen besteh, legiofulminatrix). M. Aurel f zu Sirmium in Pannonien im Felde. ......
Seit M. Avrel’s Tod wird Rom eine militärische Despotie. Soldaten versteigern d. Thron: von 36 Imperatoren bis Coxstax-tix d. Gr., sterben TI durch Mord.
CosrnoBus, S., 180—192, ermordet, 183 Einfall der Caledo-
Pertinax 193, ermordet. nier aus Schottland.
Julias 193, ermordet.
Septimvs Severus 193—211,
119 Habriaxmuss den Sarma-ten Geld geben.
Der Römer- Wall vom Rhein nach der Donau, durch Hadrian.
ZWEITE GROSSE WANDERUNG DEUTSCH. VOLK. NACH SÜDEN,um’s J. 150. Bewegung d. grossen Suevisch. Stammes, d. von d. Ostsee über Elbe u.
Donau bis zum Rhein hin sich ausbreitete. Die Gothen, an Weichsel u. Oder woh-nend, um südl. Wohnsitze zu erhalten, drängen die Marcomannen — zu Ausgang des2. Jahrhund, sind die Gothen an den Ufern des schwarzen Meeres, am Dniepr u.
Don u. in der heutigen Moldau u. Wallaehei.
Die Marcomannen u. Sarinaten treten in ein grosses Bündniss gegen die Römer.
167 —180 Der Marcomannen-Krieg gegen Rom.
Einfälle in Illyrien, 170 bis Aquileja. Zu-gleich fallen die Catten in Rhätien ein.
. Vortheilhafter Friede mit Commodus.
Decebalvs, Kg.
85-106.
90 Domitian muss einJahrgeld zahlen.
100—106 Kr. m. Trajax,
103TRAJ.berühmteBriickeüber die Donau zwischenOrsova u. Widdin.
106 römi che Provinz.Festungen u. Heerstras-sen. Röm. Colonistcn fül-len das Land (Ursprungd. latein. Sprache in Un-garn).
Habr iax will Dacien wie-der aufgeben, lässt d. Do-naubrücke abbrechen.
Jahre vorChr.u. nachChristus.
VonAugustbis 200n. Chr.
30
vor Chr.
Christi
Geburt.
100
nach Chr.
200
Lief. VI. Taf. VH. Poiit. Gesch.