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Tafeln der Geschichte : Die Hauptmomente der äussern politischen Verhältnisse und des innern geistigen Entwicklungsgangs der Völker und Staaten alter und neuer Welt in chronologischer und ethnographischer Ordnung
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Jahrevor Christ.

Orient.

Juden.

Griechen.

U H i 0 i 0 n r tt U « b CultttS.

Staats - Ö t r f a f f u tt g.

Orient.

Juden.

Griechen.

vor, umund nach

2000

1800

Uralter Bramadienst in den Gangesländern in Ostindien, ruhend auf d. Lehre von den Emanationen der

göttl. Kräfte, die als Untergottheiten verehrt wurden. DieVedas, d. indisch. Religionsbücher, die alsOffenbarungen Wischnus gelten: sie bestehen aus Gebeten und Geboten die erste Kenntniss davonbrachte der Franzose Anouktil du Pkkron nach Europa 1801 im Upnekhat. ; Benares am Ganges,die heil. Stadt der Indier, ist noch heut zu Tage der Hauptsitz dieser uralten Religion der Brammen.Sonnendienst in Persien.

Dienst der Isis u. des Osiris (Symbole des Monds u. der Sonne die griech. Gottheiten Ceres u. Bacchus)des Ammon u. Phtha (der griech. Jupiter u. Vulcan) ingleichen Thierdienst des Apis in Egypten.Baaldienst zu Babel der grosse Thurm unter Nimrod und die Sprachenverwirrung.

Dienst des 'l'ien, des Kaisers des Himmels, in China.

Glauben an den einigen Gott bei den Juden unter Abraham, dem Patriarchen.

Glauben an d. einig. Gott bei d. Arabern durch Ismaut., ihren Stammvat., d. Sohn Abrahams: d. berühmt.Tempel zu Mecca soll nach d. Ueberliefer. Abrahamu.Ismael erbaut haben. [smart, liegt hier begraben.Glauben an d. einig. Gott bei d. alten Türken, unter denen Ocuz Chan, der Stammvater d. Mongolen u.Osmanen, die wahre Religion, wie sie Adam überkommen, wiederhergestellt haben soll.

Baaldienst bei den Phöniziern.

Der fromme Mann Hiob im peträischen Arabien.

Die ältesten Priesteraristocratieen mit durch sie beschränkten Königen an der Spitze in Indien und in Egypten. In beiden Ländern erbliche Volkska-

sten in Indien vier: 1. die Priester, 2. die Krieger, 3. die Ackerbau-, Gewerb- u. Handeltreibenden, 4. die dienende (Paria-) Kaste in Egyp-ten sieben Kasten: die Priester, Krieger, Gewerbtreibenden, Schiffer, Dolmetscher und die zwei Hirtenkasten. Die Priester bildeten die obersteKaste: sie sind im Besitz aller Weisheit und aller Staatsämter. Die Könige gingen aus der Kriegerkaste hervor.

Aelteste weltliche Despotieen im assyrischen Reich und in China. Ein unumschränkter König steht an der Spitze in China war der Kaiser zugleichauch Hoherpriester.

Nomadische Patriarchalverfassung bei den alten Türken: Oguz Chan theilt sein grosses Türkenreich in einen rechten Und linken Flügel zu Seiten seines.Standlagers und in 24 Völkerstämme ein eine Eintheilung, deren Spuren bei den tatarischen Völkerschaften sich noch erhalten haben.

1800 Erste Republiken in Phönizien: städtische Freistaaten mit Magistraten und einem König an der Spitze.

1600

1600 Seit des Egyptiers Cecrops Einwandrung: Jupiter-Dienst in Athen Orakel zu Do-dona und Delphi«

1600 Bildung der kleinen Königreiche in Griechenland durch eingewandertc Colonisten seit Ankunft des Egyptiers Cecrops in Athen : dieKönige Anführer iiu Kriege und Richter im Frieden ihr Ansehen hauptsächlich auf persönliche Eigenschaften begründet die komgl.Würde erblich.

1500

1500 Jehovah-Dienst durch Moses : Das Mosaische Gesetz nach dem Auszug aus Egypten durchsrothe Meer auf d; Berge Sinai in d. Wüste gegeben - Einrichtung d. jüdisch. Theocratie: d. Holie-priesterthum erbl. in Aarons Geschlechte. Der Priesterstamm d. Leviten in 48 Städte vertheilt.

1500 Eigcnthümliche republikanisch-patriarchalische Umfassung der Juden durch Moses u. JosVa unter Richtern u. Hohenpriestern. Das Landunt. d. 12 Stämme vertheilt, d.«nt. sich durch d. Jehovah-Dienst im Verband, sämmtl. aber unt. ihren Stammfürst, u. Aeltest. stehen. Magistrate ind. Stadt., denen Schreib, aus d. Leyitenkaste zugetheilt sind Erbl.Hohespriesterth. in Aarons Geschl. D.Verfass. wesentl. auf Ackerb. u. emebestimmte Ackervcrtheil. gegründ.; im Erlassjahr, das alle 50 J. wiederkelirte, mussten alle verkaufte Aecker and. vor. Besitz, zurückgegeb. werden.

1300

1500 Eleusinisehc Geheimnisse in Griechenland durch den Phönizier Cadmus.

1500 Egyptische Reichseinrichtung unter König Sesostris : Eintheilung des Landes in 36 Nomen unter Nomarehen.

1100

1150 Der Prophet Samvel bei den Juden, der Stifter der Schulen der Propheten.

1050 David, König der Juden, der Dichter der Psalmen.

1000

1100 Königreich Jvda: erste Königswahl Savl's. Die Juden wählten diesen König gegen den ausdrücklichen Willen Gottes vergebens stellteihnen der Prophet Samuel das harte Recht der Könige vor (1. Sam. Cap. 8.).

1068 Abschaffung der Könige in Athen seit Codrus und Einsetzung lebenslänglicher, verantwortlicher Archonten.

vor, umuml nach

2000

Cultur im SUlgrmrttmt. Jrortgang brr fünfteunh WifCcnCdjaften.

Sdjönr tWiffrnfcljaftcn, Poefir, örrrbtfamkrit.

Pljilofopljifrije

VDiffrnfrljaftrn.

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Orient.

Juden.

Griechen.

Römer.

Orient.

Juden.

Griechen.

Orient.

Juden.

Griechen.

Orient.

Juden.

Griechen.

Orient.

Juden.

Griechen.

Der Orient war der Silz üer ältesten Bildung: von hier haben alle

übrige Völker Weisheit empfangen.

Das älteste cultivirte Volk scheinen die Indier gewesen u. die indischeBild, einerseits auf Babylonier u. Perser u. andrerseits auf Acthiopierv - Bgyptier ühergegang. zu sein durch letztere haben sie d. Grie-chen und von diesen wieder die Römer mitgetheilt erhalten.Buchstabenschrift bei den Indiern: die uralte Sanskrit, in der die Ve-das, die heil. Religionsbücher, u. die Puranas, die Bücher der heilig.Geschichten, aufgeschrieben sind.

Hieroglyphenschrift in Egypten v. China.

Indische Jinnst mit vorherrschend religiösem Character.

Egyplisrhe liunst mit vorherrschend monumentalem Character; alleihre Kunstwerke, Obelisken, Pyramiden, ihre Tempelsculpturen,scheinen auf das Andenken der Hauptthateu ihrer Könige berechnetzu sein.

Heilige epische Poesie der Indier die 18 Puranas, die Geschichten

der grossen Götter der Indier, des Schöpfers Brama, des ErhaltersWisciinu und des Zerstörers Schiwa, ihrer Familien, Verkörperun-gen u. s. w. Die zwei grossen Epopöen: Mahabarata des Vyasa(Proben von Herder u. Schlegel) und Ramajan des Vahniki.

Egyptische u. indische Phi-losophie : die beiden ältestenVölker, die die Lehre von d.Unsterblichkeit der Seele u.d. Seelen Wanderung hatten Der ganze Character die-ser Philosophie war symbo-lisch.

Sternkunde, die frühste lUissenschaft der /Feit bei denAssyriern u. Babyloniern Der Belus-Thurm zu Babel,800 Fuss, höher als die höchsten Pyramiden, das ältesteObservatorium der Erde.

Mythische Astronomie der alten Indier.

Chinesische Astronomie.

Astronomische v. mathematische Kenntnisse der egypt.Priester Egypt. Sonnenjalir. Berechnung v. Sonnen-n. Mondfinsternissen. D.Thierkreis zuDenderah inOber-Egypten, d. 1822 nach Paris gekommen ist, vielleicht abererst aus der rörn. Kaiserzeit herstammt. Sonnen- u. Was-seruhren (Ring des Königs Osvmandias). Egypt. Zahl-zeichen. Nilmesser u. Sehleusenwerke des Sees Moeris.Wissenschaft der Heilkunde: allgemein vorgeschriebenegesetzliche Diät für jede Krankheit besondere Aerzte.

1800

1800 Buchstabenschrift bei den Phöniziern.

1600

1500

1300

1500 Die Bücher Mosis, das älteste schriftliche Denkmal der;Juden.

1500 Der Phönizier Cadmvs bringt d. Buchstabenschriftnach Giiecheuland.

1300 Buchstabenschrift in Italien durch d. Grie-chen Evander.

1500 Der Pentateuch, durch den d. Bilder des uralt, patriar-chal. Leb. uns aufbewahrt Word, sind die schöne Histor. d.Joseph in Egypt. d. hohe Lobges. Mosis im fünft. Buch, einsd. tiefkräftigst. Stücke, d. aus d. Alterth. erhalt, worden sind.

1500 Moses, ältester Ge-schichtschreib. d. Juden Das Buch Josua unddas Buch der Richter.

1300 SANcnevtATois zu Ty-rus in Phönizien. Nur Frag-mente sind von seiner phöni-zischen u. egypt. Geschichteerhalten.

1100

1050 Heilige Poesie bei den Juden, Davids Psalmen dieBurg Zion.

1000

Lief. I. Taf. II. Cultur-Gesch.

1050 Heilige Poesie bei den Juden: die Psalmen. Die meistendieser 150 schönst. Gedichte d. Welt, wenn sie nicht zugl. dieheiligst, wären, die Luther einen Ausbund edler Tugend u.Art nennt, sind von d. Kge David od. aus sein. Zeit. Nur der90. Psalm ist von Moses. Von Salomo, der auf 1000 Liedergedichtet, sind nur 2 Psalm, in der auf uns gekommen. Samml.Merkwürdig ist, dass dieser Psalter von d. Bekennern aller 3Hauptreligionen, Juden, Christen u. Muhamedanern bis aufdiese Stunde gleichmässig als heiliges Buch verehrt wird.

Gedruckt bei B. G. Teubner in Dresden.