47
Bei den von Rapinat angeordneten und in Paris frühermissbilligten Veränderungen im Regierangspersonale hatte esso, wie es von ihm angelegt war, sein Verbleiben ; nur mussteder gemässigtere Dolder weichen und im Direktorium La-harpe den Platz einräumen. Es kann Niemanden entgehen,wie misslich meine Stellung sowohl in Beziehung auf Paris,wie auf die Schweiz geworden war. — Hier lähmte der Druckder Commissäre und des Direktoriums alle Bessergesinnten ;dort wurde Misstrauen, und die Hoffnung mehr zu erpressenrege gemacht.
Den 19. Juni 1798 erliess Rapinat einen durch denDruck bekannt gemachten Befehl, worin er dem schweizeri-schen Volke allen Gehorsam gegen seine Obrigkeit untersagte,wenn diese Verfügungen erlasse, die mit den Massregeln derfranzösischen Autoritäten in der Schweiz nicht im Einklangständen.
In Paris hatte Rapinat’s Bericht schnell und schlimm verderblicher
Einfluss
gewirkt. Selbst Talleyrand und Ramel zogen sich m Be- R ap mat’sziehung auf jede Unterredung über diese Sache zurück. Man p ™. serinnert sich, dass ich einen guten Theil der öffentlichenSchuldtitel hei mir in Paris hatte; es stand also, da manhoffen konnte, von mir den letzten Pfenning zu erpressen,meine persönliche Freiheit auf dem Spiele. Ich war mit einem verzweifelteWorte in einer von Freunden und Theilnehmern entblössten jennces.Lage; Niemanden durfte ich mich unbedingt anvertrauen, heiNiemanden Raths erholen. Seihst der preussische Gesandte,
Herr von Sandoz, getraute sich nicht, eine Hinterlage vonmir anzunehmen. So stand auch, da ich persönlich für dievier Millionen, die im Vergleich vom 8. Floréal ausbedungen,aber bisher noch nicht, gänzlich berichtet waren, die hinterder Trésorerie liegenden Verschreibungen ausgestellt, meinund meiner Kinder Vermögen in Gefahr und misslicher Ver-haftung, da mir als Gegenunterpfand und einzige Sicherheitnur die Staatsschuldtitel blieben. Dieser beraubt, war ichohne Rettung verloren, und so sträubten sich mir, wenn ich