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Befriedigender
Abschluss.
Unterhandlungmit Waadtund Aargau.
dation s-Commission verlangten, dass zu ihrer eigenen Recht-fertigung die von Seite Frankreichs stattfindende Auslegungder betreffenden Bestimmungen zu Gunsten Berns ihnenschritt]ich verfasst — mitgetheilt werde. — Zu diesem Zweckemusste ein geringerer Werthgehalt in Schuldtiteln, als derwirkliche war, vorausgesetzt und angenommen und ein Theilderselben als nicht vorhanden und bereits zu andern Ver-wendungen verwerthet angegeben werden. Nun war es aberum die Bescheinigungen dieser unterstellten Verwendungen,deren Betrag für Bern gerettet werden sollte, zu thun. Zudiesem Behufe musste ich die Kosten des Aufstandes vomJahr 1802 zu Hülfe rufen, Rechnung darüber vorlegen undmir Actenstücke, als Belege dazu, verschaffen. Auch mussteder General und sein Sekretär gewonnen und dazu bewogenwerden, die diesfalls nöthige schriftliche Erklärung auszu-stellen. Dies letztere war um so schwieriger, als der Consulseihst sich nicht dazu verstehen wollte. Nun gestehe ichfrei, dass es hier nicht weniger, als meinen festen Willenund meine Beharrlichkeit erforderte, um zu einem solchenendlichen Ergebnisse zu gelangen, wie es in der Wirklichkeitzur Zufriedenheit der Stadt und des Kantons Bern erreichtwurde; die mir dann auch durch schriftliche Danksagungbeurkundet ist. (Beilage Nr. 86.)
Kaum in Bern eingetroffen, musste ich wieder, vereintmit den Herren Rathsherrn B. Thormann und Ohrist May,eine neue Unterhandlung übernehmen. Sie betraf die Aus-einander- und Festsetzung der Verhältnisse und Interessenzwischen Bern einerseits, und den Kantonen Aargau undWaadt andererseits — als nämlich die Theilung des Salz-handels, des Zeughauses und der Landstrassen, eine Aufgabe,die, an und für sich schwierig, sich in’s ermüdend Kleinlicheverlor. Auch hier erntete ich nebst vollständiger Entledigung,infolge der abgeschlossenen Uebereinkunft, den Dank derBehörde.