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Darstellung der Handelsverhältnisse zwischen der Schweiz und Oesterreich in den Jahren 1840 und 1845 / bearbeitet von Dr. A. v. Gonzenbach
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142
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Der innere Verbrauch der Schweiz darf aber wohl zu 2,^ Pfd. jährlich berechnet, also bei-läufig zu 20 Ellen angenommen werden >).

Da auch L. von Tegoborsky in seiner „Uebersicht des österreichischen Handels in dem elf-jährigen Zeitraume von 1831 — 1841" eine interessante Vergleichung der Baumwollindustrie inOesterreich mit derjenigen des deutschen Zollvereins und Frankreichs aufgenommen hat, so erlaubeich mir zum Schluß hier einige Auszüge aus seinem Werk aufzunehmen und denselben Maßstab,welchen Tegoborsky an die Baumwollindustrie von Oesterreich, Frankreich und des Zollvereins an-legt, auch bei der schweizerischen Baumwollindustrie anzuwenden. Nach einer auf Seite 27 diesesWerkes enthaltenen Berechnung, hätte die produktive Kraft der Baumwollindustrie in Oesterreichdurchschnittlich in denJahren 1838—1840 imVergleich zu den Jahren 1831—1833 um 42,153,000 Gl.jährlich zugenommen.

Aehnliche Begleichungen können in Betreff der schweizerischen Baumwollindustrie in Ermang-lung der nöthigen Kontrollen freilich nicht angestellt werden. Wird aber die Einfuhr roher Baum-wolle in die Schweiz während der Jahre 1839—1842 verglichen mit der Einfuhr solcher währendder Jahre 1843—1846, so zeigt sich durchschnittlich eine Mehreinfuhr von 29,745 Zentnern. Ange-nommen die Garn Ein- und Ausfuhr, sowie die Wiederausfuhr des Rohstoffs sei in beiden Epochengleich geblieben, so würde diese Mehreinfuhr von 29,745 Zentnern roher Baumwolle, welche, zu32 Gl. per Zentner berechnet, einen Werth von 951,840 Gl. repräsentiren, bei der Annahme, daßder Werth des Rohstoffs durch Verarbeitung versechsfacht wird, eine Vermehrung der Produktiv-kraft der schweizerischen Baumwollindustrie um jährlich 5,711,040 Gl. nachweisen.

Nach Tegoborsky betrug der Werth der von 1837—1841 durchschnittlich eingeführten

rohen Baumwolle nachAbzug der Ausfuhr

in Oesterreich Gulden 7,938,000

im deutschen Zollverein „ 5,717,000

in Frankreich „ 32,850,000

des eingeführtenBaumwollgarns

Gulden 6,862,000„ 19,921,000

„ 400,000

Zusammen

Gulden 14,800,000„ 25,638,000

„ 33,250,000

Wird dieselbe Berechnung auf die Schweiz angewendet, so betrug der Werth der in derSchweiz während der Jahre 1843 — 1846 durchschnittlich eingeführten rohen Baumwolle

0 Franscini (Auovs StÄtiztie-,. S. 369.) nimmt denselben, Wohl zu hoch, zu mehr als 4 Kilogramm an. Diele-rici (zweite Fortsetzung, S. 487) nimmt, wie ich oben gezeigt, den innern Verbrauch an: für England beieiner Bevölkerung von 27 Mill. Menschen 1^4 Pfd.; 1 Pfd. ist nahe an 9 Ellen, also käme dort auf denKopf nahe an 15^/g Ellen. Für Frankreich bei einer Bevölkerung von 35 Millionen Menschen 2,ygPfd., d. h-18l/g Ellen. Im Zollverein bei 27 Millionen Menschen 1,47 Pfd. oder etwa 13 Ellen per Kopf.