Buch 
Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
Entstehung
Seite
42
JPEG-Download
 

42

Käse und englisches Bier, Delikatessen, die uns die Eng-länder hinterlassen. Ebenso hatten wir Ueberfluss anWein. Wir blieben daselbst bis zum 15., dann folgtenwir unserer Division. Am 11. Januar des Nachmittagshatte die Vorhut der Engländer das Ziel des Rückzuges,Corunna erreicht, allein auf dem Wege von Astorga bisdahin war ein grosser Theil der Artillerie eingebüsstworden, viele Munitionswagen und fast alle Kavallerie-pferde waren wegen Mangel an Nahrung und Besorgungverloren gegangen; überdies hatten die nicht an Bivouaksund Hunger gewöhnten englischen Soldaten unterwegsStrassen und Häuser mit ihren Nachzüglern so voll ge-pfropft, dass Wieland den Gesammtverlust der Engländeran Gefangenen, Getödteten oder Verwundeten auf wenig-stens 10000 Mann schätzt. Allein statt dass die bestelltenTransportschiffe im Hafen von Corunna zur Einschiffungbereit standen, waren diese von widrigen Winden imHafen von Vigo zurückgehalten worden. So blieb MooreNichts übrig, als in Erwartung der von Vigo kommen-den Flotte sich in Corunna in Vertheidigungszustand zusetzen. Er liess seine besten Truppen auf den Corunnabogenförmig umgebenden Anhöhen Stellung nehmen, je-doch die von Corunna am meisten entfernte und höchsteLinie derselben den Franzosen preisgeben. Auf dem FlusseMero wurden unterdessen alle Kranken und alles nochvorhandene Transportmaterial in Sicherheit gebracht undim Hafen von Corunna auf einigen hier befindlichenFahrzeugen sofort eingeschifft. Die Division Merle ge-langte erst am 12. an den Mero, dann nach einander dieDivisionen Mermet und Laborde. Den 12. und 13. benützteSoult zur Herstellung eines Uebergangs über den Mero(die Brücke hatten die Engländer gesprengt); so gelangteer erst am 14. Januar über den Fluss und auf die von denEngländern unbesetzt gelassenen Höhenzüge und bekamauf dem jenseits gelegenen Abhang die Feinde zu Ge-sicht. Die Division Mermet bildete den linken Flügel,