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Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
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Gegenstandes halber, sondern auch wegen Mangel anUeberlieferungen unmöglich ist, von den einzelnen Waffen-thaten der Schweizer in Katalonien, der in französischenwie derjenigen in spanischen Diensten, ein ausführliches,getreues Bild zu entwerfen.- 1 ) Um aber wenigstens einen

V) Der grosse historische Appenzeller Kalender auf das Jahr1811 gedenkt unter dem TitelTapfere Schweizer zweier Fällebewiesener Bravour, deren erster Katalonien zum Schauplatz hatund sich im März 1809 daselbst zugetragen haben soll. Lässtsich auch selbst an Hand des Journal des operations des GeneralsSt. Cyr nicht feststellen, mit welcher Operation das dort erzählteEreigniss in Verbindung zu bringen ist, so ist es dennoch werth,wenigstens anmerkungsweise mitgetheilt zu werden.

Jedem Schweizer von Ehrgefühl muss es höchst erfreulichsein, zu vernehmen, wie sich in unseren Tagen unsere Kriegerin französischen Diensten durch Tapferkeit und Gewandtheitgleich den Voreltern auszeichnen und so unserem gesammtenVaterlande Ehre machen und den Nationalcharakter erheben.

Herr Knusert von Appenzell, Sohn des ehemaligen Haupt-manns in k. französischen Diensten, kam frühzeitig in das Pe-stalozzisclie Institut zu Iferten, wo seine Talente entwickelt undsein Geist und seine Sitten vortheilhaft gebildet wurden. Bei der

1808 erfolgten Rückkunft in seinen Geburtsort schien er sich umden Landschreiber-Dienst bewerben zu wollen, allein bald ent-schloss er sich, als Offizier in französische Dienste zu gehen, undvon ihm meldet der Kriegskommissär des zweiten Schweizer-regiments folgende Anekdote:

Der junge, kleine Unterlieutenant Knusert hat im März

1809 in Katalonien eine glänzende Waffenthat verrichtet. Schonwar ein französisches Armeecorps von den weit zahlreicherenspanischen Truppen umzingelt und nahe daran, abgeschnitten zuwerden, als Knusert, den Degen in der Hand, mit einigen Vol-tigeurs während des hitzigen Gefechts dem Feind zwei Kanonenabnahm und durch schnelle und geschickte Richtung und daslebhafte Feuern das hart bedrängte französische Armeecorps ret-tete. Der General hat dem Kaiser hievon Kenntniss gegeben undden jungen Helden zur Ertheilung des Kreuzes der Ehrenlegionempfohlen.

Gemeint ist Johann Joseph Knusert, aus Appenzell I.-Rh.gebürtig, bei der Bildung der Schweizerregimenter seit 6 Monatenals Rekrut in Frankreich, der Sohn des Baptist Knusert, Haupt-