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achtet der beständigen Abfeuerung der mit gehacktem Eisen geladenenKanonen, griff er das von Courbiere in ein Viereck gestellte Heer an,und nöthigte sie, die Waffen nieder zu legen.
Ohne einen Augenblick zu verlieren, sammelte Suworow feineHusaren, stürzte mit ihnen und mit einem Haufen Kosaken auf diepreussische Reiterei, und machte mehr als achthundert Gefangene,unter welchen sich vierzig Ossiciere befanden« Suworow griff auch dengrößten Theil der Futter holenden Dragoner an, welche vor Platen vor-aus waren, dessen Heer eine Viertelmeile zurück war.
Am folgenden Morgen, gleich mit Anbruch des Tags, nähertesich Suworow, nachdem öl.' das Thor von Golnau hatte einfchießenlassen, unter dem von den Preussen lebhaft unterhaltenen Feuer mitdrei Bataillons; sein Pferd wurde unter ihm getödtet, und er blieb zuFuß, indem man das Thor zu sprengen bemüht war. Seine Grena-diere drangen in die Stadt und machten die Besatzung nieder, indemsie alles, was entkam, bis an die andere Seite der Brücke, im Ange-sicht des preussischen Lagers, verfolgten. Suworow wollte weiter ge-hen, aber er wurde durch das Abprallen einer Kugel aus den preussi-schen Batterien verwundet.
Suworow überfällt hernach zwei Bataillons, welche neb-st Dra-gonern in einem Dorf standen; er bahnte sich einen Weg mittendurch die Dragoner, feuerte auf das Bataillon des Prinzen Ferdi-nand, tödtete ihm viele Mannschaft, und machte mehr als hun-dert Gefangene, wovon die meisten von vornehmer Geburt wa-ren. Die Preussen feuerten sehr lebhaft aus dem Innern der