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Leben und Feldzüge des Generalfeldmarschals Alexander Suworow Rymniskoi Italskoi in Italien / von Mxy
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gen und mit allem Zubehör geblieben. Die Nüssen machten hier eineunermeßliche Beute.

Auf der andern Seite des Lagers war eine Anhöhe, welche Su-worow besetzen wollte, weil man von ihr die ganze Gegend übersehenkonnte. Er ging mit drei Schwadronen Husaren voraus, und ließ dieganze Reiterei nachfolgen. Während dieser Zeit plünderten die Arnau-ten vollends das Lager, und erlegten alles, was sich von verwundetenoder verirrten Türken fand. Aber die Husaren wurden bei ihrer An-kunft auf der Anhöhe lebhaft von einer Batterie grober Feldstücke be-schossen, welche durch das vorliegende Gehölz verdeckt waren. Suwo-row schickte sogleich den Major Persintiew, an der Spitze von dreiKompagnien des großen Vierecks ab, um sich dieses Postens zu bemäch-tigen; und es war nicht anders, als ob bei den größten Schwierigkei-ten diestr General nur befehlen durfte, um sie verschwinden zu lassen;denn wirklich schlug dieser kleine Haufen die Türken, nahm ihnen ihreKanonen, und das Heer blieb ruhig aus der Anhöhe.

Der Tag hatte sich bereits gesenkt, als das Tschermikowsche Re-giment, welches einen Theil des zurückgebliebenen Haufens ausmachte,ankam; der Rest vereinigte sich erst am folgenden Morgen.

Die Türken verloren in diesem Tressen dreitausend Todte, einigehundert Gefangene, vierzig Kanonen, und ungefähr zweiundachtzigFahnen, nebst ihrem ganzen sehr reich besozten Lager. Sie hatten zuFührern den Aga der Ianitscharen, und mehrere Bachas.

Hiermit endigte sich dieser Feldzug für den General Suworow;er war kurz, aber glänzend. Zum ersten Mal sah man ihn mit einemHeer von zwölftausend Mann; aber zum ersten Mal hatte er auchfunfzigtausend zu bekämpfen; daher war das Mißverhaltniß nur so vielgrößer, und der Triumph nur desto auffallender.

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