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Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
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im Einzelnen erst später die Rede sein kann. Nachdemder Landammann am 12. April 1808 durch das Trak-tanden-Zirkular für die nächste ordentliche Tagsatzungdie Aufmerksamkeit der Stände auf die Lage der Schwei-zerregimenter in Spanien gerichtet hatte, setzte die Tag-satzung, in der Meinung, die Begebenheiten in Spanienkönnten für diese leicht unangenehme Verflechtungen,Verluste aller Art und selbst eine Veränderung ihrerkapitulationsmässigen Stellung zur Folge haben, in derSitzung vom 7. Juni 1808 eine besondere Kommissionmit dem Auftrag ein, einen gutachtlichen Vorschlag ein-zureichen, ob und was für Schritte von Seite der schwei-zerischen Behörde zum Vortheil der Regimenter daselbstvorgenommen werden können und sollen. x ) Die einzu-schlagende Richtung war von selbst gegeben, als nochim gleichen Monat die weitere Nachricht anlangte, dassdie Bourbonen Joseph, dem Bruder des Kaisers, auf demspanischen Throne hätten Platz machen müssen. Da esnach alter Uebung galt, dem neuen König die Glück-wünsche der Eidgenossenschaft darzubringen, wurde derLandammann nach dem Kommissionsantrag angewiesen, * 2 )bei diesem Anlass der spanischen Schweizerregimenter imBesondern zu gedenken; er sollte die Regimenter dem-selben zur Handhabung der bestehenden Kapitulation undfernerer günstiger Behandlung empfehlen und ihm die

r ) Repertorium der Abschiede.

2 ) Der Stand Bern hatte seinem Gesandten für die Tagsatz-ung in Luzern, Friedr. von Freudenreich, auch eine auf die spa-nischen Ereignisse sich beziehende Instruktion mitgegeben, inder ein Passus lautete:

Die wichtigen politischen Ereignisse in Spanien dürften einengrossen Einfluss auf die Schiveizerregimenter in dortigen Dienstenhaben. Sollten darüber nähere und bestimmte Anzeigen und Berichteeinlangerb und eine Berathung der Tagsatzung nach sich ziehen, sowird die Gesandtschaft dem Kleinen Rathe davon unverweilt Kennt-niss geben and desselben weitere Distruktionen gewärtigen.

Staatsarchiv Bern.