Buch 
Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
Entstehung
Seite
47
JPEG-Download
 

47

rischen Heimathrechtes und des Vermögens folgenwürde.

2. Mit der gleichen Strafe sollen auch alle die-jenigen schweizerischen Angehörigen helegt werden,welche von nun an in englische Kriegsdienste treteniciirden.

8. Zur Vollziehung dieses Beschlusses, den Se.Exzellenz der Landammann der Schweiz sämmtlichenKantonsregierungen zu ungesäumter Ratification mit-theilen wird, werden dieselben sodann in der kürzestmöglichen Frist die geeigneten Massnahmen treffen,dass ihren betreffenden Angehörigen die Verfügungder Tagsatzung zu Kenntniss und Verhalt zukomme.

Der vorliegende Beschluss hatte trotz seiner Gesetzes-kraft ebenso wenig thatsächliche Wirkung aufzuweisenwie der oben mitgetheilte, der von der luzernischenRegierung hinsichtlich der spanischen Regimenter gefasstworden war. Sonst hätte sich die Tagsatzung nicht am28. März 1812 anlässlich des Abschlusses einer neuenMilitärkapitulation nochmals verpflichtet,kein Regimentin Diensten irgend einer andern Macht zu halten unddie in auswärtigen Diensten dermalen stehenden Schweizerzurückzurufen, eine Verpflichtung, der am 1. Juli gl. J.die Festsetzung bestimmter Termine für Schweizer imAusland auf dem Fusse nachfolgte.*)

So erklärt es sich also, dass wir auf dem Kriegs-schauplatz in Spanien und Portugal Schweizer in eng-lischen Diensten trotzdem treffen werden, wenn dieselbenauch erst dann erschienen, als die Schweizer Napoleons I.fast alle bereits über die Pvrenäen zurückgerufen waren.

x ) Siehe des Verfassers Schicksale der Schweizerregimenter inRussland (2. Auü.), S. 1820 (einschl. A. 1, S. 20).