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Geschichte der Schweizertruppen im Kriege Napoleons I. in Spanien und Portugal (1807-1814) / allen Freunden vaterländischer Geschichte gewidmet von Dr. Albert Maag, Lehrer der Geschichte und griechischen Sprache am Progymnasium Biel
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Grenze entfernten Platze. In der den Ort beherrschenden,zur Aufnahme von höchstens 300400 Mann geeignetenZitadelle wurden zwei Kompagnien kasernirt, der Restdes Bataillons ward in der kleinen Stadt und deren Um-gebung untergebracht. Der 20 Tage lang dauernde Auf-enthalt ward nicht nur zur Erholung von den Strapatzendes Marsches, sondern auch dazu verwendet, der Mann-schaft die nothwendigsten Kenntnisse von Kriegskunstbeizubringen, als deren Hauptregel Begos bezeichnetesavoir bien tuer et bien se defendre. Nachdem dieZeit auf solche Weise wohl ausgenützt worden war, kehrtedas Bataillon nach Bayonne zurück, um unter Junot mitdem Observationscorps der Gironde die spanische Grenzezu überschreiten, welche das erste Bataillon des viertenRegiments schon 4 Tage zuvor, nämlich am 18. Oktoberpassirt hatte, ohne während des ganzen nun beginnendenFeldzuges jenes anzutreffen. Es sei überhaupt als be-sonderes Merkmal der Kriegsführung der Schweizer inSpanien hervorgehoben, dass von sämmtlichen Schweizer-bataillonen, die wir in chronologischer Reihenfolge inSpanien einrücken sehen werden es waren deren siebenbis zum Sommer 1809, niemals zwei Bataillone desnämlichen Regiments mit einander vereinigt haben ope-riren können, ja es finden sich sogar erst seit dem Sommer1809 Bataillone verschiedener Regimenter in einerDivision vereinigt. Es leuchtet ein, dass eine solche un-glückliche Zersplitterung, welche die Regimenter in isolirteBataillone verwandelte, die neu gebildeten der Vereini-gung besonders bedürftigen Corps lähmte und auch derDisziplin nicht zum Vortheil gereichte, anderseits auchdie glorreiche Betheiligung an so vielen Kriegsereignissenverdunkelte, indem dieselben eben dem Corps zugeschrie-ben wurden, dessen Bestandteil sie bildeten. Aus dieserThatsache wird auch zu erklären sein, wesslialb alle dieKriegsthaten, durch welche unsere Schweizer hier unddort ihrem alten Kriegsruf neue Ehre machten, zwar in