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straße, welche die Richtige ist, verfehlet. Solange ein Geschichtschreiber diese Fehler zu ver-meiden suchet, so lange wird er in Beurtheilungder Kezemen und Streitigkeiten alles selbst prü-fen, und sein Urtheil nach seinen eignen Einsich-ten und Ueberzeugung abfassen. Thut er diesesmit einer dem ehrlichen Mann eigentümlichenAufrichtigkeit, so wird man von ihm weiternichts verlangen können. Es ist zwar nichtmöglich, daß er den Beytritt aller Leser erlangenwird, und seine Absicht verstattet ihm nicht,weitläufige Beweise zu führen, allein keinesvon beyden darf mit Recht von einem Geschicht-schreiber erwartet werden. Die Beurtheilun-gen der Spaltungen, insofern sie es sind undnicht mit Streitigkeiten über Religionsfragenverknüpfet, sind nickt mit so vieler Schwierigkeitverknüpfet, weil sie alsdenn aus den wahrenUmstanden vor sich gefolgert werden. Theilsmus die Wichtigkeit der Streitfrage bestimmetwerden, ob überhaupt der Streit einen wahrenWiderspruch; oder nur einen Wortkrieg enthal-ten , und wenn das erste, ob er gerade zu; odernur entfernter Weife den wesentlichen Glau-benslehren entgegen gewesen: ob er an sich einGrundirtlim sey; oder nur zufälliger Weise nachdem Zusammenhang der übrigen Lchrsäze seinesUrhebers es werden können: ob nicht im Gegen»theil durch Verknüpfung desselben mit andernGrundsazen er seine Kraft, Schaden zu thun,verlieren müssen. Alle diese Fragen können vondern Geschichtschreiber nicht anders; als nach
seilten