zcr Vorbereitungsgrundsäze.
kezerischer Lehrer mit niedrerem Fleis und nach erlang-ten Vorrarh von glaubwürdigen Nachrichten, mitmehrerer Sorgfalt angestellet worden, sich manche Be-weise dieser Gattung verlohren; oder wohl gar dasGegentheil davon behauptet worden, indem manchenunmehro einen Mann als einen Zeugen der Wahrheitansehen und verehren, dessen Nahme» andere als einenSchimpsnahmeii; ja als einen Bürgen, daß die Lehrekezerisch sey, ihren Gegnern aufgebürdet. Es würdeuns daher sehr leid seyn, wenn unsere Kczcrgeschichteeinem so offenbaren Misbrauch solle unterworfen wer-den. Man le<e Scharhau traA. lie pamüclil'mo c um
daei-eticls mlrituto, Rostoki7i4 Qu. und D. Rahler-ccmm. äe eo guoä uimium et parum ell circa pai ule-lilmumcum vcteris ccclcliae dserccicis inllitupniium.
Rinteln 1744. Praktische Beyspiele von dcrUnkaualich-keit dieser Schreibart kan man in Hrn. Kanzler pfaf-feirs Antwort auf Gchiffmachers Äriefe S 465 u. f.und Hrn D-Rochers Vertheidigung der evangeltsch-lucher. Religion S. 22z u. f. finden.
H XIIX.
Drittens errthalt die Historie der Kezereienund der übrigen hieher gehörigen Begebenheiten,sehr fruchtbare Beyspiele zu den Regeln von demklugen Verhalten bey entstehenden Uneinigkei-ten. Es ist wol niemals zu hoffen, daß die Kir-che Christi iemals von allen Streitigkeiten freyseyn werde. Die Lehre Jesu ist jederzeit einFels, dem widersprochen wird, und wir dürfenuns keine Vorzüge vor den apostolischen Kirchenanmaßen, in denen Spaltungen seyn. müßen.Deswegen aber dürfen weder die gottesdiensili-chen Lehrer; noch christliche Obrigkeiten gleich-gültig seyn; sondern müssen sich die Pflichten em-pfolen seyn lassen, welche ihnen der schuldigeEifer vor die reine Lehre, die Liebe zum Frieden
und