Band 
Erster Theil.
Seite
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66 Streitigkeiten mit den jüdischges. Christen

Lehrsaze und darauf sich gründenden gottesdienst-lichen Gebräuche.'bezeiget, die doch mitdemLehr-begrif und Verfassung der Kirche des neuen Te-stamentes nicht langer bestehen konten. Umdasjenige, was von diesen Streitigkeiten jezt er-zehlet werden sol, desto besser zu verstehen, müs-sen wir einige Anmerkungen voraus sezen. Ein-mal ist ausser allem Zweifel, daß wie unser ge-segneter Erlöser undStifter derKirche des neuenTestaments, selbst ein Glied der jüdischen Kirchegewesen; er auch seine erste Gemeinde aus derjüdischen Nation gesamlel, auch die Apostel nachseiner Himmelfarth den Juden zuerst das Evan-gelium geprediget: mithin der allergrdste Theilder allerersten Christel: aus bekehrten Juden undJudengenossen bestanden. Hernach ist auchdieses gewis, daß obgleich die Apostel es wissenkonren, daß durch den Tod Christi die Scheide-wand, welche die Heyden und Juden trennte,abgebrochen und das mosaische Gesez aufgehobensey, sie dennoch eine Zeitlang das Gegentheilvor wahr gehalten und Petrus durch eine wun-derbare Offenbarung von diesem Jrtum abge-bracht worden. Sie haben auch einige Zeit diekirchliche Gemeinschaft mit Juden unterhaltenund diejenigen Vorschriften des levitischen Got-tesdienstes beobachtet, welche nicht gerade zumit den ersten Grundsazen des Christentumsstritten. Sie besuchten die gottesdicnstlichenVersamlungen in den Synagogen der Juden:sie feierten die Sabbate und Festtage: sie bete-ten zu den Stunden, welche die Juden diesen

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