Von den Gnostikern überhaupt. 227
der morgenlandischen Philosophie entstandenund diese hatten die gnoslische Kezer mit den an-dern nicht christlichen Gnostikern gemein. Mankan diese in metaphysische und movalischeLehr-saze abtheilen. Die metaphysische, wohinwir ihre natürliche Theologie, Pnevmatik undKosmologie im völligen Umfang rechnen, sinddiese:
1) ist ein Gott, die erste Ursach allerDinge, ein ewiges, von allem Bösen entferntesund dem menschlichen Verstand ganz unbegreif-liches Wesen:
2) Von Ewigkeit ist die Materie da gewesen:ein rohes, dunkles und ohne Ordnung und ande-re Vollkommenheit bestehendes Wesen:
z) Also sind zwey gleich ewige, einander,wie Licht und Finsternis, entgegen gesezteWesen.
4) Gott, die erste Ursach aller Dinge, hatin der Fülle theils unmittelbar; theils mittelbarandere stufenweis weniger vollkommene Kräfte;(Aeonen) oder Substanzen hervorgebracht, dienach, und nach von Gott sich entfernet und böserworden:
5) Eine; oder mehrere dieser Aeonen sinddie Schöpfer der Welt und der Menschen:
6) Daher ist so viel Unheil in der Welt ent-standen und der Mensch in eilien Körper einge-schlossen und den lasterhaften Begierden unter-worfen:
7) diesem hat zwar Gott abhelfen wollen;ist aber daran, wie durch andere Ursachen; also
P 2 beson-