Band 
Erster Theil.
Seite
512
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s i r Von der Rezerei des Cerdo,

Hern Ursprung nicht gekannt und, weil er ihn vor ei-nen Juden und Uebertreker seines Eesczes gehalten,hierinnen nach seiner Gerechtigkeit gehandelt.

Vli. weil er aber keinen wahren Körper hat-te, so ist er weder wahrhaftig gekreuziget; nochwahrhaftig gestorben; noch auferstanden; dochwar dieses alles dem Menschengeschlecht widerdie Erwartung des gerechten Gottes heilsam:

Anm. S Tercullian /-dr. III. ca/>. 8- Theodorerumund philastrium an den angezeigten Grellen. Daßdas Leiden und Sterben Jesu Christi dem Menschen zumHeil gereichet, lehret Megerhius in dem äisloß. con-tra Nsrciome. /E II. p. ZZ. er erkläret sich aber nicht,in wie fern dieses ihm vortbeikhaft gewesen. Mos-heim hat 9 408- gcmuhtmaßet, daß diese Nuzbarkeittn dem Beyspiel von der Verachtung des zeitlichen Le-hens gegründet gewesen, welches er dadurch gegeben.

VIII. Jesus fuhr zur Hbllen und erldsete die-jenigen, welche der Weltschbpfer daselbst zurStrafe verdammt hatte, und dieses Glük betrafdiejenigen Personen, welche in den Schriften desalten Testaments als gottlose Personen vorge-stellet werden, z. B. den Cain, die Sodomiten,die Egyptier, dahingegen diejenigen, welche da-selbst gerühmet sind, wieHeiroch, Noah, Abra-ham, in der Hbllen bleiben musten:

Anm. Diese Lehre gründet sich auf das Zeugnis Ire«näi 29. Epiphanii, Theodoreri, und

hat eine so unangenehm« Gestalt, daß es kein Wun-der, daß sie von einigen neuern zu den nngegründetcnBeschuldigungen gerechnet worden, welche die Feindeden Marcionitcn zur Last gcleget. Allein die Ueberein-stimmung des Irenäi mit den neuern Schriftstellernläßt an der Richtigkeit der Nachricht keinen billigenZweifel und zwey Anmerkungen des Bcausobre p. 111.igg welche Mooheim am a. Ä. gcbilliget, geben die-ser Lehre eiu erträglicheres Ansehen, indem er erinnert,

r)daß