und Melchkfedekiten. sss
Kaiser Severo) ein öffentlicher Bekennet derchristlichen Religion worden; lies er sich durchdie beyden Theodotianer, Theodotum den jun-gem und Asklepiodotum beredeu, Bischof ihrerParthei zu werden, gegen eine monatliche Be-soldung von hundertfunfzig Denarien. Er wur-de hierauf im Traum deswegen öfters beunru-higet; konte sich aber nicht entschließen, die er-wahlete Parthei wieder zu verlassen. In einerNacht wurde er von den Engeln mit Ruhtenhart gezüchtiger. Den Morgen legte er die Klei-dung der Büßenden an: begab sich zum BischofZephyrin: fiel ihm und den übrigen Geistlichenund selbst den Laien zu Füssen, und erhielt end-lich die Wiederaufnahme in die Kirchengemein-schaft-
Anm. Diese Erzchlimg ist ei» Theil der so oftgedach-ten alten Nachricht beym Lusebio, und wird nichtallein vonLaronic», Tillemont, und andern Schrift-stellern der römischkatbolischen Parthei: sondern auchvon Protestanten, als Dodwell «ü/i IV. in L^prian.und Lull am a. O. p. 27. als wahr angenommen,dahingegen Iartin in den Anmerk. über die Rir-cheichist. THU. §57. so geneigt nicht ist, dem Man»auf sein Wort zu glauben. Als Geschichtschreiber se-hen wir keinen Grund zu leugnen, daß der Naralis esso erzchlet: aNeln wir sehen auch keine Ursach, einenTraum vor ein Wunder zu halten, der sehr wol untersolchen persönlichen Umstanden entstehen können, ohnedaß Gott nöhtig gehabt, aus seinen Engeln Henkers-knechte zu machen, und den armen Mann mit Ruhtenzerhauen zu lassen. Unterdessen ist doch auch nicht zu leu-gnen, daß der Schriftsteller bey der ganzen Erzeblunghäufige Spuren seiner Einfalt hinterlassen. Noch un-erträglicher ist Laronii Anmerkung, daß Natalis beyseiner Bekehrung an Zephyrinum als Papst sich gewen-det, da es doch nohtwendig war, daß ein jeder Aus-
gefchlos-