Von denArremoniren.
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Anm. Unsere Leser werden vor sich selbst sich erin-nern, daß hier von Samuel Lrell die Rede sey, vondessen unter dem Nahmen L M. Artemonius her-ausgegebenen Buch und dessen Gegnern, in meinesVaters biblisch. tbeoi. vo/. I. P.YI4- und Y4Z. Nach-richt zu finden. Wir müssen hier nur dieses bemerken,,daß Leell nur deswegen den Artemonitennahmen an-genommen, um sich dadurch von den so verhaßten Ga-cinianern zu unterscheiden, indem dieses die Frage:ob Arkcmons Lehrbcgrjf von dem socinianischen wirkliü)unterschieden? natürlich veranlastzst, welche alleindurch eine unpartheiische Erzchlung und Prüfung d< sgegenwärtigen Artikels der Kezergeschichte beantwortetwerden kau. Ob wir nun gleich unsern Lesern in il).rem Urtheil nicht vorzugreifen, wünschen; so seh nwir uns doch genöhkiget, um der Beschwerlichkeit,diese Nebenftage noch einmal zu berühren, überhobenzu seyn, einige Anmerkungen davon beyzufügen. Wennman, nach Lrells wahrer Meinung, durch den som.titanischen Lehrbegrif den ganzen Umfang aller Irtü-*nrer dieser Parlhei verstehet; so hat er freilich in die-sem Verstand Recht, daß sich durch historische Zeu-gnisse «ine gänzliche Uebereinstimmung des Arten,onsmit demselben nicht erweisen lasse; es hat aber dieserSaz keine» erheblichen Nuzeu, weil wir viel zu wemgvon dem Artemon wissen; als daß wir uns einerKantnis des völligen Neligionssystems des Avtemonsrühmen köntcn. Sol es auf die socinianischen Lehrenvon der Dreyeinigkeit und der Person Christi einge-schränket werden; so lässet sich eine bestimmte und zu»verläßize Antwort nicht geben, weil die Berichte deralten von dem, was Arcrmon wirklich gelebrct, nicvteinstimmig sind, und Lreli hat kein erweislich Recht,seine Vorstellungen, wenn sie auch von den sociniani-schen verschiede» sind, vor artemcnisch auszugeben.Endlich wenn man unrichtig alle Lchrbegriffe von derGottheit Christi, welche dem rechtgläubigen widerspre-chen, socinianisch nennen will; so haben auch dieje-nigen Recht, welche die aufgeworfene Frage bejahen.