Band 
Erster Theil.
Seite
570
JPEG-Download
 

570 Von der Rczcrei der Alogianer.

§ II.

Da uns von den Alogis nichts berichtetworden; alsder Lehrsaz, durchweichen sie un-ter den Kezcrn sich einen Plaz erworben; somüssen wir uns begnügen, die Berichte zu wie-derholen , zumal da sie zu verschiednen FragenAnlaß geben. Wir wollen sie nach der Zeitord-nung kurz erzehlen. Philaftrius kennet keineParlhei, welcher dieser Nahme eigentümlich ge-wesen; meldet aber davor von einer Kezerei,welche das Evangelium und die OffenbarungJohaimis verworfen. Von denen, welche die-ser Meinung beygepflichtet, meldet er den beson-der:, Umstand, daß sie den Cerimhum vor denVerfasser beyder Schriften gehalten. VonJo-hamns Briefen gedenket er nichts. Epipha-nias hat eine sehr weitlauftige Abhandlung sei-ner Kezergeschichte einverleibet, vor welcher wirdiese Anzeige, so von seiner eignen Hand nichtherzukommen scheinet, finden: vonderKeze-rei, welche das Evangelium und die Of-fenbarung Iohannis nicht annimmst, wel-che (nemlich Kezerei) er, (der Epiphanius)nur dem Nahmen der Thoren («>°-^, dasist eben so viel als m einem; nicht aber

dem andern Verstand) beleget. Epiphaniusselbst meidet, daß die Kezerei, von welcher er re-den wolle, nach den Kezereien der Montanisten,Onincilianisten und Quartodecimaner entstan-den. Er meldet ferner, daß diese Leute die Bü-cher Iohannis verworfen, und weil sie dasvon Johanne gepredigte Wort (^-v) nicht

anneh-