6oa Von den Melironiern.
wir nur dasjenige wiederholen wollen, waswirklich die allen Schriftsteller von ihr aufgezeich-net. Augustmus meldet nur mit welligen, daßeine andere Kezerei vorhanden sey, welche lehre,daß das göttliche Ebenbild in dem Körper, undnicht in der Seele des Menschen zu sezen sey;er saget aber nichts von den historischeil Umstän-den dieser Parrhei. Hingegen hat der Verfas-ser des Kezerverzeichnisses, welches dem Buchdes erstem vorgesezt ist, die Freunde dieser Leh-re Melitonier genannt. Dieses alles würdenoch wenig Licht der Sache geben, welches dieneuern Gelehrten ihr aus andern Quellen zuverschaffen gesucht.
Anrn. S-Augustinus äe liaeref. ca/s. 76.
§ n.
Es ist bekannt genug, daß in dem zweytenJahrhundert in der morgenländischen Kircheein Melito sehr berühmt gewesen, lind sich aus-ser andern Verdiensten durch die Schuzschriftvor die Christen unrer der Regierung des K.Antonini viele Lobsprüche der alten und eine al-gemeine Hochachtung erworben. Von diesemMann inelden einige fleißige Schriftsteller, daßer ein Buch vom körperlichen Gott
hinterlassen; weil sie aber dessen In-halt nicht bemerket, sind die neuem Gelehrtendarüber in einiger Verlegenheit. Es ist keine ganzunwahrscheinliche Muhtmaßung, daß die Lehrevon der Menschwerdung des Sohnes Gottesder Gegenstand dieser verlohrneu Abhandlung
gewe-