Band 
Erster Theil.
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612
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612 Von den Montanisten.

säze und gottesdienstlicher Uebungen, welcheman ihnen zur Last geleget: die Reihe von Be-gebenheiten, so sie veranlasset haben, und ebenst) viele zufällige Umstände, die unsere Aufmerk.samkeit verdienen: dieses alles verursachet, daßeine genaue Käntnis dieser Unruhen in der Kir-chenhistorie von eben so grosen Umfang; als Ge-wicht ist. Sie hat aber in den neuern Zeitennoch eine grösere Stufe der Unentbehrlichkeit er-halten, nachdem auf der einen Seite die Aehn-lichkeit, so sich zwischen diesen und neuern fana-tischen Partheien findet, ihr Gedächtnis anf einevorzügliche Art erneuert; auf der andern Seitedie Verschiedenheit der Urtheile, so von den ge-lehrtesten Männern, auch von solchen, auf diekein gegründeter Verdacht einer aus Vorurthei-len entstandenen Parteilichkeit fallen kan, überdie Montanisten gefallet worden, eine nähereUntersuchung empfielet. Es sind aber durcheben diese Ursachen die Schwierigkeiten ver-mehret, die sich sonst bey den Kezerhistorien fin-den. Wir wollen erst dasjenige samlen und prü-fen, was zur Historie gerechnet werden kan, undmit den praktischen Beurtheilungen beschließen,die sich auf das erstere gründen müssen.

Ami». Bey der Geschichte der Montanisten hat man zweyHauptquellen: einmal die von Euscbio Insior. eoclss.ül-,-. V. caz,. 16. sqq. gcsammlere Nachrichten aus,nunmehro verlohrncn Schriften älterer Verfasser, wel-che als die ältesten Gegner dieser Parthei anzusehen;hernach die Schriften des Lehrers zu Carlbago, Ter-rullians. Wir werden unten von seinem Beytritt zuden Montanisten reden. Es ist eine sehr schwere, uns' aber wichtige Frage, was das vor Bücher sind, die

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