Band 
Erster Theil.
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Von den Montanisten. 6i s

phanius sich widersprechen; sondern anch dererstere an verschiednen Orten Merkmale der Zeitangiebet, welche sich eben so entgegen stehen.Dieses ist denn Ursach, daß die neuern entwe-der aus übertriebener Hochachtung gegen die er-steren , die dreyerley Bestimmungen zugleich vorwahrscheinlich halten, und sie durch drey Peri-oden des Anfangs zu vereinigen, Versuche ge-macht, welche bey dem Unterschied eines gan-zen Menschenalters von dreyßig Jahren wol kei-nen Beyfall finden können; oder einen dem an-dern vorgezogen, da denn einige, welche dieseEhre dem Bischof von Cypren gegönnet, sich I- C.wieder getheilet und ein Theil von ihnen denUrsprung der montanistischen Bewegungen in die ^ 'ersten Regierungsjahre des K. Antonins desFrommen; ein anderer Theil aber in das Ende i§6.derselben gesezet. Andere folgen lieber dem Euft: z-?-bio, machen Montanum etwas jünger, und mei-nen , daß er erst unter dem K. Antonin demPhi- >7'.losophen seine Bewegungen angesimgen, welcheleztere Rechnung wegen des billigen Überge-wichts des Eusebii über den ohnehin in der Zeit-rechnung nur zu nachlaßigen EpiphaniUM, denVorzug verdienet.

Anm. i. Die Berichte der alten, so hier in Betrachtungkommen, sind diese. Ein ungenannter Schriftstellerbey dem Eusebio killor. ecclss. cax. ,6. mel-

det, daß Montanus zu der Zeit feine Unruhen angefan-gen , da Gratus Proconsul von Asien gewesen. Wennman gewts wüste, wer dieser Gratus sey: in welchemJahr er in Rom Bürgemeister und in Asien Proconsulgewesen; so würde diese Frage sehr leicht beantwortet.

Allein nach allen mit vieler Gelehrsamkheit angestelltenQq 4 Unter-