Band 
Erster Theil.
Seite
622
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622 Von den xNomanijsten.

dieselbe die Lehre von der Todtenauferstehung, undsävers. ?rsx. ca/,. iz. die Lehre von der Dreyeinigkeitmehr bestätiget worden: z) daß die angeblichen Ein-sprachen des heiligen Geistes die Sittenlehre zum Ge-genstand haben, bekennet er 6s velaml. virAwib. ca/,. i.und äs monogam, ca-,. z. 4) von den Weissagungenhaben wir einige Proben beym Eusebio /--»-. V. jMor.ecclef. ca^. 16. da Maximilla Kriege und Empörunggen und das Ende der Welt prophezeihet. TertlMian»6ver5. Nsrcion. trö»-. III. ca^o. 24. lehret selbst dastausendjährige Reich; doch in keinem fleischlichen Sinn.

III. Aweytens kommen die Personen inBetrachtung, welchen dergleichen Offenbarun-gen wiederfahren. Obgleich es gewis ist, daßMontani Parthei nicht klein gewesen und unsmehrere Glieder derselben dem Nahmen nach be-kannt sind; so wissen wir doch nur von demMontan»; der Priscilla und Maximilla zu-verlaßig, daß sie sich derselben gerühmet. Auchdas scheinet wenigstens aus dem Beyspiel desTertullians, der nie eigne Offenbarungen ge-habt zu haben, meldet, klar zu folgen, daß dieMontanisten solche Begeisterungen vor keine al-gemeine Gabe und Eigenschaft aller Glieder ih-rer Parthei angegeben. Nach einigen Berich-ten solte man schließen, daß sie in den folgendenZeiten keine Propheten unter sich gehabt haben;nach andern aber müste man das Gegentheil an-nehmen. Nach ihrem Lehrbegrif, so weit eruns bekannt ist, kan nichts weiter gefolgertwerden; als daß sie wol eine Möglichkeit; aberkeine Nohtwendigkeit fernerer Offenbarungenund ununtcrbrochner Fortdauer derselben ge-glaubet haben.

Anm.