Von dem Streit
684
frage war unerheblich und dem Sinn der Apo-stel, . die in solchen Sachen Freyheit predigten,gerade entgegen. Was aber die Art und Wei-se betrift, wie sie behandelt worden, so fehltenbeyde Theile, daß sie Kleinigkeiten eine Not-wendigkeit beylegten und sich so schlechter Grün-de, wie die ganz unerweiöliche Ueberlieferungder Apostel war, bedienten; doch vergrößerteVictor seinen Fehler merklich, daß er wegen die-ser Kleinigkeit das Band des äußerlichen Frie-dens zu zerreißen suchte. Endlich können wirauch nicht bergen, daß wir sehr geneiget sind,die Meinung eines redlichen Schriftstellers zubilligen, daß der ganze Osterhandel den gewöhn-lichen Vorstellungen von der umadelichen Gott-seligkeit der Christen dieser ersten Jahrhunderteallerdings widerspreche.
A»m. i. Das Wort liebet im Eusebio
V. 24. Es ist noch höflicher, als wennebendas die Bischöffe in Palastina, so es mit Romhielten, ihre Gegner Seele«,Verführer nennen.
Anm 2. Daß die spätern Schriftsteller von der Kezereider (üuirrcodcciinaner reden, flehet man aus demEpiphanio kssrel', l>xx. dem PHUastrio lje kaeres.
;8 und 78 dem Augustino äe üsores. cax. 2Y.dem itijpenäie. zum Tercullian <ie prseieript- ca/1. zz.dem l'raeclolnnsto 2Y. Daß es aber nicht anvernünftigen Männern gesehlet, auch nach der «mani-schen Kirchcnversamlung, beweisen des Socratis undSozomeni Beyspiele in den obenangezeigten Stellen.
Anm. z. Ein recht römischkatholisches Urtbeil falletSandini am a. V. p. zi. daß den Morgenländern ih-re Gewohnheit nur so lange beyzubehalten und überdie Frage lalv» fl-ls zu streiten erlaubt gewesen, «la-use ecclelise komsnse suctonkake sbro^srstur. In
tiefer Schuld ist weder Polykarpus; noch polykra-