688 Von der Geschichte des Manis.
chäifchen Jrtümer' beschuldiget und auch Manichäer?genannt. Dabero ist die Verwirrung entstanden, daßvon'Manichäern geredet, und Lehrsäze vor mani-chäisch ausgegeben werden, die es beyde nicht indem;? Verstand sind, in welchem wir diesen Nahmennehmen müssen. So können perers aus SicilienUilloria NMicknsorum und PHStii Bücher contradlanickaeos, die ohnehin einander scheinen ausge-schrieben zu haben, zwar als Hülfsmittel nicht aberals Quellen unserer Historie angesehen werden. Bey-de gehören mit Recht zur Historie der Paulitianer; obüber diese wahre Manichäer gewesen, das ist eineFrage, die wir füglicher ins siebende; oder neunteJahrhundert verspüren.
Annr.2. Von den neuern Schriftstellern, deren sehr ge-lehrte Arbeiten billig hoch zu achten und daher auchvorzüglich von uns genuzet werden sollen, müssen wirauch etwas erinnern. Wir räumen sonderlich vierMännern die Ehre ein, daß durch ihren Fleis die ma->Nichäische Historie groses Licht empfangen; die abereinander doch sehr unähnlich sehen. Der erste ist Ioh.Christoph IValf, dessen IVlsmvliaeismus nute Maiü-cliaeo8i7oZ. inOct. theils den Ursprung der vornehm-sten Lehrsize der Manichäer entdekt und daher zu einerEinleitung in dieselbe dienet; theils die wichtigsten kri-tischen Fragen in der Historie des Manis wo! erläutert
' und in dieser Absicht unentbehrlich ist. Der zweyteist der französische Theolog zu Berlin Isaac von Beau-sobre von dem wir die dilloire äs lVIanlcdss et IVla-nicdeisms, in zwey Quartanten haben, davon dererste im 1 .1734. der zweyte 17Z9. zu Amsterdam ge-druckt worden. Die häufigen Lobsprüche, welche die-sem Werk beygeleget werden, sind so weit gegründet,daß darinnen eine bewundernswürdige Menge vonmannichfaltiger Gelehrsamkeit enthalten und nicht al-lein keine Geschichte einer ältern Kezerei mit so mühsa-men Fleis ausgearbeitet ist; sondern auch reich anEntdekungen und Anmerkungen ist, die nicht blos zuunserm gegenwärtigen Zwek dienen; sondern auch fastin allen Theilen der Theologie und ihrer Geschichte er-heblich sind. Es wird daher allezeit eine sich reichlichbelohnende Arbeit seyn mit diesem Buch eine genaue
Bekannt-