Von der Geschichte des Mains.
macht gehalten, wie man an Iablonski Institut. Ki-stor. ecclef. sntiqu. p. 86 und Göttin in den An-merkungen zur Rirchenhistorie TH.II. S 252. se.hen kan. Allein andere haben sich durch das Ansehe»des groscn Fleißes, welchen Beausobre der mani-chäischen Historie gewidmet hat, nicht blenden lassen,und mit vielem Recht gedacht, daß der Schluß: weilwider die gewöhnliche Erzehlung, die aus den Ak-ten des Archelai genommen ist, vieles erinnert wer-den kan; also ist den Morgenländern allein zu trauenund ihre Nachricht vomMani allein wahr, sehr über-eilet sey. Und daß dieses so sey, werden folgende Grün-de lehren, welche wir zum Theil dem seligen Mos-hrim 9.76z. und dem Lardner x. izz.fgg. zu dan-ken haben. Erstlich ist es falsch, daß wir die mor-genlandischen Schriftsteller, von denen hier die Redeist, vor einheimische und daher vor zuverlaßigereSchriftsteller halten können, weil dieses allenfals vonden persischen; nicht abervon den syrischen und ara,bischen Geschichtschreibern gesaget werden kan. Zwey-ten» die morgenländifchen Schriftsteller, welche Her.belot undHyde gebrauchet, sind alle neu, und dürftekeiner unter das zehnte Jahrhundert zu sezen seyn. Da-durch verlieren ihre Aussagen nngemein viel. Drit,rens sind sie so einig nicht, wie Beausobre es vor,stellet. Dieses ist eine sehr gerechte Klage, die Mos-heim wol erwiesen, daß Äeausobre aus ganz ver-schiedenen Schriften seine Historie zusammengesezet,und den künstlichen; oder wie er redet, den natürliche»Zusammenhang der Geschichte vor eine Folge der Ue-bereinstimmung seiner Quellen ausgiebt, da er ihn docherst erdacht. Man siehet es auch gar leicht aus ver-schiedenen Veränderungen, die Äeausobre in seinerErzehlung machet, daß er dieses selbst gefühlet, wie^Veismann incrcxiuök. in inemorsbii. stisto,-. ecciesttom.l. p. 263. re dt wol bemerket. Viertens sinddiese Schriftsteller eben so nachlaßig. Lardner p. 195.hat Recht; daß man nicht wisse, was aus ihrem Chi-na zu machen, davon sie in der Historie oft reden.Endlich haben wir fünftens hier überhaupt mit sol-chen Schriftstellern zu thun, von denen es sonst be-kannt genug ist, daß sie zur Fabel über die maßen ge-neigt