Band 
Erster Theil.
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-er Manichäer.

hakten es für unnöhtig, Dcrgleichungen zwischen denManich?:ni und andern Schwärmern anzustellenBeausobre hat hierinnen seinen Fleis übertrieben, ober gleich nicht allemal Unrecht hat, zumal wenn vonmoralischen Uebungen die Rede ist.

§ XX.

Endlich können wir nun auch von des Ma-ni Rcligionscharakter leichter urtheilen. Mansezet voraus, daß Mani eine neue Religion zustiften gesuchet: sich vor einen göttlichen Gesand-ten ausgegeben, und in der That eine neue Re-liqionsparthei gestiftet, welche von der inPer-sien herrschenden heidnischen Religion so wol;als von der christlichen wirklich verschieden war:beyden widersprochen und von beyden gehastetworden. Bey diesen Umständen, wenn zugleichdas Vorgeben göttlicher Sendung als falsch er-kläret wird, ist eigentlich diese Frage so zu be-stimmen, ob Mani ein Schwärmer; oder einBetrüger gewesen? Weil die historischen Nach-richten von diesem Mann, aus denen wir alleinseinen persönlichen Charakter lernen kdnten, zuunzuverläßig sind, so wird wol die Frage selbstmir völliger Gewisheit nie aufgelöset werden.Unterdessen halten wir es vor wahrscheinlich, daßer eilt Betrüger gewesen. Man findet in derganzen Einrichtung seiner Religion zu viel Kunst,als daß sie von einem blosen Schwärmer herrüh-ren kan. Die Verbindung der christlichen undmagischen Theologie verrohtet Absichten, unterden Bekennern beyder Gattungen Anhang zu fin-den. Dw Sorgfalt, inNebenumständenChri-Ddd 5 st»