444 Meletianische Spaltung
da dieses nicht so eilig durchgehet, wie er wün-schet, fähret er zu, Pauilinum zum Bischofzn weihen, und dadurch die Meletianer aufshöchste zu beleidigen. Den neuen Bischof neh-men auch nur die Eustathianer an.
Anm. Bis hieher gehet das, was wir aus dem drittenTheil der Lezechistorie S. Z47- u. f. wiederholen wol-len, wo wir auch die Zeugen gcncnnet und die schwieri-gen Fragen berühret. Die Folgen dieser Uebeieilung inAbsicht auf Eusebium, noch mehr auf Lucifer, diewir daselbst erzehlet, gehören hieher nicht.
IV. Wie dieses zu Antiocbien vorgieng,war Meletius noch nicht zurückgekommen. Esgeschahe aber doch bald darnach, und dieses zugroser Freude seiner Freunde. Er sezte die got-tesdienstlichen Versandungen in der Kirche derAltstadt fort: die übrigen hatte noch Euzojus,auser einer kleinen, die er dem Paullmo über-lasten hatte.
Anm. l. S. Sakralem /r'ör. III. ca/,. y. Soromennrniiör. V. ca/,. 12. hör. VII. ca/o. ig. Theodorerum hö»'.III. ca/i. 4. Gregorium von Nyßa i» der gedachtenRede p. Z9i.sg.
Anm. 2. Man weis mit ziemlicher Gewisheit, daß Me-leriug nicht vor dem EndedesJulii, in welchem Arba-nasius die Kirchenversamlung zu Alexandrien gehal-ten, zu Anliochien und den 22.Octobr. daselbst gewe-sen. S. Tillemonr l>. z;6.
^ X.
Von dem Paullino misten wir in der Thatsehr wenig. Er hatte von dem Eustathio leibstdie Würde eines Äelresten erhalten. Nach die-ses Bischofs Absezung, war er einer der Ober-häupter der Parthei, welche von jenem den Nah-men