zu Antiochien. 48 z
§. XXVI.
Diese Uneinigkeit zwischen den morgenlandi-schen und abendländischen Bischoffen, die zumalnach dem Tod des Evagrii unverantwortlichwar, dauerte noch eme geraume Zert. Endlicherfolgte der Friede zwischen beiden Theilen.
Man hatte es der Vernunft, den Einsichten und I. x.der Friedensliebe des neuen Bischofs zu Con-stanrmopel, Johann Chrysoftomi zu danken.
Man werß, daß dieser vortrefliche Mann bishe-ro unter den gottesdieusillchen Lehrerr, zu ÄN-tiochien eine Stelle gehabt, und seine Redensind Zeugniße, daß er ein Freund des Meletiiund Flaviani gewesen. Seine eigne Einwei-hung, welche der vorhingedachre Bischof vonAlexandrien, Theophilus, verrichtete, gabihm die erwünschte Gelegenheit, diesem Manndie Thorheit und den Schaken vorzustellen, wel-cher! die harrnakige Weigerung der ägyptischenund abendländischen Bischdffe, Flavianum zuerkennen, stiften musten. Er fände ihn bereit-willig, zu einem so heilsamen Werk die Hand zubieten und es scheinet, noch zu Constanti-nopel die Aussöhnung zwischen den beiden,Thcophilo und Flaviano geschehen zu seyn, obuns gleich die nähere Beschaffenheit unbekantgeblichen, jedoch sehr wahrscheinlich, daß Fla-vian an Theophilum deswegen geschrieben.
Weil nunChrysoftomus ohnehin den B. Akarcium von Berrhda und den Aeltesten Jsido-rum aus Alerandrienan deuBlschofSiriciumvon Rom schikte, so wurde ihnen mcht allein
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