Band 
Vierter Theil.
Seite
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fz8 Streitigkeiten

Rom begeben und lange Zelt daselbst aufgehal-ten, nicht aber, wenn er dahin gekommen.Seme Reise nach den Morgenlandern, die ervor dem Ausbruch seiner Kezerei gethan habensol, ist erweislich falsch.

Anm. l. Don seinem langwierigen Aufenthalt zu Romhaben wirHwei Hauptzcugniße des Augustini libr. II.peccst. ori^in. 21. und des Mercaroris, in derschon angeführten Stelle, nach welcher er schon am En-de des vierten Jahrhunderts unter dem B- Anastasiodaselbst gewesen seyn mus. Man sehe hier Garnier p.66. u. Noris p. zz.

Anm. 2. Alle diejenigen, welche, wie wir bald anzeigen wol-len, glauben, Lbryföslomus habe im I. 405. von un-serm Pelggio geredet, laßen diesen eine Reise nach demOrient thun, ehe er seine Unruhen angefangen, kko-ris hat sie durch chronologische Gründe am richtigstenwiedcrleget.

VI. Die wichtigste Nachricht würde dieseseyu, daß Pelagius zu Rom mit Rufsino nichtallein einen Umgang gehabt; sondern auch vonihm zu den nachhero verbreiteten Jrrumern ver-leitet worden; allein so algemein sie bisbero ge-glaubet und nachgeschrieben worden, so ist siedoch nicht allein dunkel; sondern auch ungewis.

Anm. Wir haben hier eine vor uns wichtige Frage zu be-handeln. Damit so wol sie, als die damit verbundneFragen richtig verstanden werden, müßen wir hier vor-läufig anzeigen, daß es eine sehr alte Meinung sey,Pelagius habe seinen Lehrbegrif aus Vrizenis Schuleund zwar unmittelbar durch den Xuffinum von Aguile-ja erhalten, der nicht allein durch Uebersezung der Schrif-ten des Vrigeni» betank gnug worden; sondern auchsich mit Pelagio zugleich zu Rom aufgehalten haben sol.Hier ist nun noch nicht die Frage vom Entstehen desLehrbegrifs, sondern allein von dem historischen Um-stand, daß Ruffilius zu Rom Pelagii Lehrmeister im

eigent-