mir den eigentlichen pelagianern. 78z
Gerechten, wenn sie selig werden, ohne Sundesind? welches beide behaupteten; sondern ob die-se Abwesenheit der Sünde darinnen zu suchen,daß sie wirklich keine Sünde begangen, oder dar-innen, daß ihnen die auch nach der Taufe began-genen Sünden vergeben worden? welches lezte-re dre Gegner, das erstere aber die Pelagianerbehaupteten.
z. 1 .XXVI.
So viel von den Streitfragen, welche im ei-gentlichen Verstand pelagianisch genennet wer-den. Nun sind -roch einige Klagen über Jrrü-mer der alten Pelagianer übrig, die mir demvorhergehenden Lehrbegrif nicht m der notwen-digen Verbindung stehen.
I. Die Pelagianer werden beschuldiget,daß sie behauptet, die Kirche Christi auf Erdenkönne aus lauter Heiligen bestehen.
2 lnm. i. Die historischen Nachrichten sind diese. DerSaz: daß die Kirche Christi, und zwar nicht, wie wirreden, die triumpkireiide, sondern die streitende, ohneRunzel und ohne Fleken, das ist, chne Sünde seynkönne, war unter denen, welche die Sicilianer verthei-diget. §. XVII. II. Anm. z. ;. Es wurde nach §.XXII. VIII. pelagio zu Diospoli vorgehalten, undvon ihm eingestanden, jedoch mit der Erklärung, daßer es von der Reinigung durch die Taufe, und vomWillen Gottes, dass sie immer so bleibe, verstehe. Au-gustiners tonte nicht leugnen, daß bis alles aus Epb.V, 26 genommen, ftzte aber voraus, daß Paullus vonder triumphircnden Kirche rede. Sonst findet sichnichts von dieser Frage.
Anm. 2. Man siebet leicht, daß die Streitfrage so bcstimtwerben mäße: ob die sichtbare Kirche auf Erden nach
der