mit den eigentlichen pelagianern. 79z
nie». Eben so richtig hat, wie Augustinus versichert,Lälestii Glaubeiisbekautnis ausgesehen, so daß jenernur dieses, und das mit Recht, tadelte, daß alle or-thodoxe Lehren angezeigt, über welche keine Frage war,hingegen die strittigen Artikel Übergängen worden. LacS»ner in creäidiüt^ ok tde 6. H. xa»t. II. r-o/. II. p.zz. iqg. hat auser der Orthodoxie des Pelagii von derDreieinigkeit, auch eben das von seiner Meinung von derSamlung biblischer Bücher bemerket. Zu dem, wasda gefagcr worden, können wir noch zwei Ausaze liefern.Einmal in dem sogenanten libello stllei lulisni unddeße» erstem Theil lautet der lezte Artikel so: nouumet vetus tetlsmenrum recipimus r» r//o /ibrornm ««-me> o, guem cstdoliese eccleüse trs6it sutloi-irs»,ein Artikel, der sonst selten in solchen Glaubensbekant-nißen vorzukommen pfleget, -^ernack ist es kein Zwei-fel . daß beide Theile die in der lateinischen Kirche ge-wöhnliche Samlung gebraucht, und daher auch ausden apocryphischen Büchern zuweilen Beweise geführetwerden.
§. L,XXlX.
Die zweite Anmerkung betrift die wichtigeFrage: ist die pelagianische Kezerei neu, oderall? das ist, hat Pelagrus seine Jrtümer vonder Erbsünde, von der unverlornen Freiheit desWillens zum Guten, von der Gnade, von mög-licher Volkommenheit des Gehorsams, zuerstgelehrer? oder sie von andern empfangen? Esist diese Frage nicht ohne Erheblichkeit, und diemancherlei Arten sie zu beantworten, unter denneuern haben einen Einflus selbst in die Vorstel-lung und Beurtheilung des pelagianischenLehrbegrifs gehabt, daß wir unsere Nachrichtenvor sehr unvolstandig halten würden, wenn wirunsern Lesern über diesen Umstand nicht einenhinreichenden und deutlichen Unterricht milthei-Ddd z len