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lestius von ihnen ihre Lehrsaze genommen.Insbesondere haben wir bei den vornehmstenHypothesen dieses zu erinnern. Die heidnischenPhilosophen können und dürfen hier in keine Be-trachtung kommen, weil weder Pelaqius, nochCälestius, noch Iulianus ihre Lehrsäze anderseingesehen und vorgetragen haben; als Theiledes geoffenbarten Lehrbegrifs. Sie fragen garnicht, was die sich selbst gelaßene Vernunft vonder moralischen Beschaffenheit des Menschen unddeßen Vermögen, tugendhaft zu seyn, erkenne,sondern was die heilige Schrift lehre, von denUrsachen des Todes, von dem Antheil der Nach-kommen des Adams an seiner Sünde, von Ab-sichten und Wirkungen der Taufe, von Lehreund Verspiel Christi, von Verheißungen des ewi-gen Lebens, und des Himmelreichs. Alles die-ses koute nicht in pythaqorischen und stoischenSchulen gelernet werden. Oriqenes ist nunfreilich ein Mann, bei dem dieser Zweifelsgrundnicht statt hat. Hier würde es zu weitläuftigfallen, seinen wahren Lehrbegrif zu untersuchen:man kan aber vor gewis annehmen, wie auchNoris und Iansenius eingestehen, daß dieAehnlichkeit zwiscl)en seinem und dem pelagia-Nischen Lehrbegrif ihre Schränken habe, undder grose Mann überdies nicht immer einerleiSpräche geredet. Die Hauptsache ist diese, daßPelaqius denOriqenem vor einen irrigen Leh-rer gehalten, und ihm zu oft wiedersprochen; alsdaß man ienen vor seinen dankbaren Schüler undAnhänger halten kdnre, wie Garnier und
Maffei