Band 
Vierter Theil.
Seite
826
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826 Streitigkeiten

der selig werden. Allein in seinem System istdieser Saz irrig und erheblich. In der Ver-theidigung des Ehestandes und Kinderzeugensan sich, können wir Julians nicht entsprechen,allein, dazuzusezen, daß deswegen die Kinderkeine Erbsünde haben tönten, weil der EhestandGottes Werk sey; oder auch mit der sinnlichenLust, die dabei verlanget, oder empfunden wird,gar keine Mangel verbunden sind, das könnenwir weder in der Dogmatik, noch in der Mo-ral vor gut, oder unerheblich erkennen. End-lich sind noch viertens einige unerhebliche Fra-gen übrig, die wenigstens theologisch betrachtet,vor Problems zu erklären. So urtheilte Au-guftinus ganz recht von der Frage vom See-lenursprung, und die Frage, ob außer Christowirklich kein Gläubiger ohne wirkliche (uud viel-leicht vorsezliche) Sünde gelebet habe? war hi-storisch und ihrer Natur nach unbeantwortlich.

§.. L.XXXXH.

Läßet uns nun mit dieser Vorstellung eineandere, nickt völlig gleichgültige Frage verknü-pfen: sind die Pelagianer Kezer ? Es ist schonoben erinnert worden, daß die Pelagianer esschlechterdings leugneten, nicht blos in demVerstand, daß sie ihren Lehrbegrif vor wahrhielten, denn dieses haben sie mit allen übri-gen von der herschenden Kirche abgesondertenPartheien und Lehrern gemein; sondern auch

aus