8z6 Streitigkeiten
wohin die Kirche die Reinigkeit der Lehre rech-nen mus, anzuwenden; oder der Gleichgültig-keit in der Religion dfentlich das Wort reden.
§. L.xxxxvir.
In unsern Augen begiengen diese Lehrer fol-gende Fehler. Der Geist des Parrheima-chens, den wir aus andern häufigen Beispie-len dieser Zeit kennen, und als die wahre Quel-le nicht des Entstehens, sondern der Verbrei-tung der entstandnen Unruhen ansehen müßen,beherrschte die eifrigen Männer so, daß eben da-durch eine Menge von Bewegungen veranläßetwurden. Es karr wol seyn, daß die Furcht,PelagtUs dürfe unter den MorgenländernGönner und Freunde finden, nicht ungegründetgewesen, und in diesem Fal war es nicht un-recht , daß die Afrikaner jenen ihre Bedenklich-keilen angezeiget hätten, allein die Bemühun-gen, schlechterdings eine feierliche Verdam-mung des Mannes erst zu Jerusalem, hernachzu Diospoli zu erpreßen: die grose Geschäftig-keit des Orosii und des Heros und Lazari istnicht allein an sich zu misdilligen, sondern eslehrete auch die Erfahrung, daß diese Schrit-te eine ganz gegenseitige Wirkung gethan, undes viel beßer gewesen wäre, wenn nicht Frem-de einen andern Fremden so feierlich verklärget hätten. Allein bis dahin hat Augustlsnus erweislich keinen Fehler begangen; son-dern es ist sehr wahrscheinlich, daß man Hie-
ronymo