mit den eigentlichen pelagianern. 841
Laet hat das Verdienst, daß er zuerst die Fragmentevon der Pelagianer Schriften samlete. Mit ibm schlie-fet sich gleichsam die erste Periode dieser Art von gelehr-ter Beschäftigung. Die zweite fanget billig mit 6)Gerhard Johann Vost an. Es kan keinen Zweifel ha-ben, daß dieser ungemein belesene, und in theologischenSachen billig und gcinaügt denkende Gelehrte seine Fe-der ergrif, nicht allein über die damals ausgebrochcne«rminianiscbe Streitigkeiten Licht zu verbreiten, son-dern auch insbesondere den Ungrund der harten Klagenzu enldcten, daß Arminiu« und seine achten Schülerdie an den pelagianern von der alten Kirche verdaniteI rtümer wieder erneuerten. Seine IMoi-ise äe con-trouerliis, guss hels^ius elnsgus religuise monerunt/lü»-. VII. übertrafen bey weiten alles, was bishero da-von geschrieben worden. Sie traten zu Leydcn i6>8.in Qu. das erstemal aus Licht; wurden aber von ihmmit sehr ansehnlichen Jusaze», in denen er sich schon ei-niger seiner Nachfolger Arbeiten zu Nuze gemacht, ver-mehret hinterlaße», und so von seinem Sohn GerhardVofi im I. lüzz. zu Amsterdam inQu. herausgegeben,und in dcßen trsAstibus «cheoloZicis ; oder, wie ande-re reden, dem sechsten Theil der voßiscben Werke wie-der abgedruckt. In der Geschichte leistete Vosi so viel,als er leisten konte; doch ist dieses nicht sein Verdienst; son-dern er suchte die Streitfragen völlig zu sainlen und nichtallein in daS Licht zu sezcn, sondern auch die verschiedenenMeinungen aus der ganzen Geschichte der Glaubenslehrezu erläutern. Und hier ist er von Niemand übertreffenworden, und wenn er gleich Fehler begangen, so ist dochsein Buch noch jetzt vor denjenigen, der die patristischeTheologie treibet, unentbehrlich: 7)^ugoGrotiusnahmeben diese Gelegenheit, zu Paris im 1 .1622. eine 6i1guill-tionem: sn ?els^isns link es äo^msts > guse nunc labeo trsdueuntur, herauszugeben, er schrieb stc aber alsein Arminianer und zwar verfolgter Arminianer. Inden wenigen Bogen darf man keine pelagianische Histo-rie erwarten, man wird aber durch das wenige Gute,das er sagen können, schadlos gehalten. Am Endemachte er zwischen den Lchrsazen der altern Gegnerder Pelagianer und der strengen Reformirren eine Ver-gleich ung, die den leztern nicht gefallen konte: 8) NachIV Theil. Hhh - der