Band 
Fünfter Theil.
Seite
460
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q.6o Geschichte

das heist, des Papsts Urtheil keiner Prüfung unterwer-fen : z) Gölte die Versamlung schon ihr Ende erreichethaben, und sie finden, daß alle Bischöffe abgereiset, sohatten sie sich gnau zu erkundigen, wie die Sachen wa-ren entschieden worden. Wenn 4) das Urtheil dem al-ten katholischen Glauben gcmas gefallet (das ist, Ne-storius abgesezet) worden, und sie erfahren, daß der hei-lige Bruder Lyrillus nach Constaminopel abgegangen(wahrscheinlich um die neue Wahl zu besorgen,) so hat-ten sich die Abgesandt» so gleich eben dahin zu begebenund dem Kaiser das Schreiben zu überreichen; wennaber 5) es anders ausgefallen und die Sachen ein Wi-derspruch sind, so würden sie aus den Umständen am be-sten erkennen, was icdoch mit Rath des vorgedachtenBruders vorzunehmen sei.

Anm. 5. Aus allen diesen Urkunden folget unleugbar,daß vor der Versamlung zwischen Lalestino und Lyril-lo es schon verabredet worden, wie die Versamlung nichtetwa erst die Streitigkeiten untersuchen, sondern nur ihrUrtheil gegen Nrstorium bestätiget werden solte, wel-ches denn durch Lyrilli und seiner Anhänger Betragengegen die römischen Abgeordneten hestätigel wird. Hinge-gen widerlegen fie volständig, das auf anderen sehrschwachen Gründen gebauete Vorgeben einiger altern so-wol als neuern Schriftsteller, daß Lyrillus als päpst-licher Legat zu Ephesns gewesen und den Vorsitz gefüh-rct. Hier ist es eine blose Nedenfrage, von welcher aus-ser Basnagen x. 506. und Tillemone p. 76;. Saligp. 2ZZ. ÜDeismann killor. erriet- tom.I. p. 5Z5- sonder-lich Pfaff in der Beantwortung der Briefe des P.Sckeffmachers S. 221. u. f. zu lesen.

IV. Cyrilll auf seiner Reise nach Ephesusan seine Geistlichkeit zu Mxandrien, von Rho-dus aus abgelaßenes kurzes Schreiben.

Anm. Es stehet unter Lyritli Briefen p- Zl. und beiMansl ,o»r. IV. p. II2O und ist von keinem erheblichenInhait, sowenig, als ein anderes ebenfalsnachAlexrm-drien von Ephesu« erlaßenes Schreiben, welches anbeyden Orten ebendas zu finden.

V. K,