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gegeneinander und man hört da den ganzen Tag kein grobesWort, wohl aber oft am Abend schönen Gesang. Mein Vatersagte zu mir: Da wohnt der liebe Gott!"
Der Lehrer klopfte dem Hans aus die Schulter und sagte:„Dein Vater hat Recht, Hans! der liebe Gott wohnt nur beiden Menschen, die einander und auch ihn lieb haben."
(A. Fisler.)
3. Nicht sehen und doch lieben. (40)
In der Abendstunde erzählte eine Mutter ihren Kindern,wie viel Gutes der liebe Gott jeden Tag den Menschen schenkeund wie man ihn dafür lieben sollte. Die kleine Ella auf derMutter Schoß sagte darauf: „Ich habe ja Gott noch nie ge-sehen; dann kann ich ihn auch nicht lieb haben." Die Muttererwiderte daraus kein Wort. Einige Tage später brachte derBriefträger ein Paket. Als dasselbe geöffnet wurde, stellte sichElla auf die Fußspitzen, um ja recht zu sehen, was da aus-gepackt werde. Der Mutter Freundin hatte für Ella ein schönesBilderbuch und eine große Puppe geschickt. Das war einJubel! Als das Kind eine Weile mit der „Babe" gespielthatte, sprach es zur Mutter: „Du! ich habe die gute Frau,die mir die schönen Sachen geschickt hat, mächtig lieb." „Was?du hast sie lieb?" fragte die Mutter, „und hast sie doch niegesehen?" Was glaubt ihr, daß die Mutter noch weiterhinzusetzte? (A. Fisler.)
Alle gute und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, vondem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechseldes Lichtes und der Finsternis. (Jak. 1, 17.)
4. Lobt den Herrn. (4y
Lobt den Herrn! Das Sterngefilde predigt laut von GottesMacht,
Und von seiner Huld und Milde spricht des Frühlings Blu-menpracht,
Lobt den Herrn!