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127. Almosen, Beten, Fasten. (90)
Habet acht, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht übet vor denLeuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt anderskeinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du Al-mosen gibst, so sollst du nicht lassen vor dir posaunen,wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen,aus daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich,ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du Almosengibst, so lass' deine linke Hand nicht wissen, was die Rechtetut, auf daß dein Almosen verborgen sei und dein Vater,der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Und wenn ihr betet, so sollt ihr nicht sein, wie dieHeuchler, die da gerne stehen und beten in den Synagogen undan den Ecken der Gassen, auf das; sie von den Leuten gesehenwerden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und schlichedie Türe zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen unddein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten.Und wenn ihr betet, so sollt ihr nicht plappern wie dieHeiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie vieleWorte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denneuer Vater weist, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.
Wenn ihr fastet, so sollt ihr nicht sauer sehen wie dieHeuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf dast sie vorden Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sageeuch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, sosalbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, auf dast dunicht scheinest vor den Leuten, sondern vor deinem Vater, derim Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgenesieht, wird es dir vergelten.
128. Des Petrus Bekenntnis. (9y
Es begab sich, dast Jesus mit seinen Jüngern in dieDörfer um Cäsarea Philippi wanderte. Da fragte er un-terwegs seine Jünger: Wer sagen die Leute, daß ich sei?