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Die Milch wohl säuerlich geworden. Nun,
Zum schlechten Tage schmeckt auch schlechte Milch.
Brunhilde.
(Nimmt Sand vom Bode» auf und streut es in die Milch.)Dem sauren Uebel bring' ich Abhilfe.
So — das macht eure Milch ganz honigsüßUnd gibt zu langen Reden neue Kraft.
Wenn es euch schmeckt, ist's recht, wenn nicht? Je nun.
Hulda (schleudert das Näpfchen weg).
Mein Segen sei so süß wie diese Milch.
Fluch meinem Sohn, verflucht sei jener Tag,
An welchem Kuno dieses Höllenweib
Zu sich ins Haus genommen Fluch dem Weib,
Verflucht die ganze, schöne Blümlisalp.
O, daß mein schwerer Fluch ihr ewig bleib'.
(Es donnert und blitzt.)Ihr ungeratnen Kinder, hört! Euch fluchtDie Mutter, das Gesind, die Armen; dieNatur empört sich zürnend gegen euch,
Gott wird der Richter sein und Rächer. —
(Geht eilig ab.)
Komm Jsegrimm und walte deines Amtes. (Es blitzt.)Kuno (grimmig).
Recht hat die Mutter; leider ist es wahr.
Du bist zum Fluch der Alp gewordenMit deinem gottlos Thun und Treiben.
Durch deine kalte Strenge, deinem StolzUnd nie gesehener Berschwendungswut. —
(Die Dunkelheit nimmt immer zu.)