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Die aargauischen Gotteshäuser in den ehemaligen Dekanaten Frickgau und Sisgau, Bisthum Basel / Arnold Nüscheler
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Die kleinste hat nur die Worte: Gegossen von F. J. J. Bür.anno 1786 (Pfr. Hagenbuch).

Eine Anzahl mittelalterlicher^Jjrabsteine dienen jetztals Deckplatten der Kirchhofmauer. Ihre Inschriften und Wappen-schilde sind durch die Unbilden des Wetters arg beschädigt, aberdoch nicht gänzlich vertilgt worden (Pfr. Hagenbuch).

Wohlan (Wolen 1064, Kieni, a. f. M. p. 28), bis 1477 St.Stephan, von 1477 an St. Leonhard, im Bünzthal zwischen Walten -schwil und Anglikon. In dem Streite zwischen der Abtissin Adelheidvon Schännis als Kollatorin der Kirche Niederwil und dem Leut-priester Heinrich von Wohlen über den Besitz von Zehnten machteder Bischof Hermann von Konstanz 1185 einen Vergleich dahin,daß die Äbtissin den Zehnten besitzen und dem Leutpriester Hein-rich für seinen Verzicht 10it Zürcher Münze bezahlen solle (Gerbert,hist. silv. nig. III, 110). Konrad von Wohlen beschwor von denbeiden Kapellen in Wohlen und in Kilchberg (Dekanat Reitnau)ein Einkommen von 10 M. S. und bezahlte 1275 1 M. S. päpst-liche Zehntensteuer (Freib. Diöz.-Archiv I, 18). Neben dem Leut-priester ist schon 1795 noch ein von der Gemeinde bezahlter Früh-messer in W. vorhanden (Holzhalb, Suppl. zu Leus Lex. VI, 439).Nach einer andern Angabe aber richteten die Kirchgenossen vonW. erst 1816 die Bitte an Abt Ambrosius von Muri, er möchteihnen aus seinem Konvente gegen angemessene Entschädigung einenFrühmesser geben, welcher Bitte entsprochen wurde (Kiem, G. v.M. II, 396). In den Jahren 1303/11 sprach Werner von Wolenden Hof als Eigentum an, in welchen der Kirchensatz gehöre(Pfeiffer, Habsb.-üstr.-IJrbarbuch p. 166). Als Kollator der KircheW. wird sodann Hemmann von W., Edelknecht, genannt, der am25. November 1425 starb und in Königsfelden begraben wurde(Anniv. W.). Nach dem Ausftei'ben der Ritter von W. im Anfängedes XV. Jahrh. ging die Kollatur von W. an ihre Erben, die Edlenvon Greifensee zu Flums, über. Am 16. Mai 1454 gab JunkerPetermann von Greifensee als Patron und rechter Lehensherrder Kirche W. seine Einwilligung zu einem Tausche zwischen Abtund Konvent des Klosters Muri und dem Kirchherrn Heinrich Jungin W. (Ag. VIII, 29) und Junker Hans von Greifensee besiegelteam 22. Juli 1473 eine Veränderung desfelben (Ag. VIII, 31). Jener